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Plön Wo es summt und brummt
Lokales Plön Wo es summt und brummt
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14:44 02.04.2015
Von Kirsten Böttcher
Sabine Untiedt (links) und FöJlerin Maria Papoulias mit Arbeitsmaterialien. Auch die neue Infokiste wird unter anderem laminierte Bestimmungskarten, Kescher, Becherlupen und Ferngläser enthalten, mit deren Hilfe Kinder vor Ort Insekten, Schnecken, Regenwürmer, Amphibien, Reptilien und Vögel bestimmen, die Wasserfauna erkunden, Tierspuren lesen können. Quelle: kib
Preetz

Das Problem ist nicht nur die Landwirtschaft. Im Siedlungsbereich stehen die Häuser immer enger, die Gärten sind immer aufgeräumter, exotische Pflanzen bieten heimischen Tieren in der Regel keine Nahrung. Aktuell fördert die Bingo-Umweltlotterie das Projekt „Naturschutz in der Gemeinde“, mit dem der BUND Kommunen unterstützt, Lebensräume und Artenvielfalt zu erhalten. Da geht es um Wildbienen, Beleuchtung, Gärten, öffentliche Flächen, Stadtbäume, kommunale Biotope und Einrichtungen oder um den Einsatz von Pestiziden und Streusalz. In Preetz liege der Schwerpunkt der BUND-Aktion auf der Umweltpädagogik für Kindergärten und Schulen, so Untiedt. Die neue Infokiste mit Hintergrundinformationen, Aktions- und Projektvorschlägen, Bestimmungshilfen für die Praxis befinde sich in Entwicklung. „Wir bieten aber auch Veranstaltungen an, gehen in die Klassen und machen bei Projektwochen mit“, erklärt Untiedt.

 Preetz habe mit der Postseefeldmark und den Knicks eine Menge zu bieten, und die Stadt zeige sich immer kooperativ, wenn es um die Umsetzung von Naturprojekten gehe. In der Vergangenheit waren das etwa ein ökologisch gestaltetes Staudenbeet am Kirchsee, der Preetzer Stadtökopfad, beides Aktionen des BUND, oder durch private Patenschaften entstandene Naturinseln wie das Garnkorbbeet und die Wildbienenhilfe.

 Was aus Untiedts Sicht noch besser werden kann, ist die Gestaltung der städtischen Blumenrabatten, bei denen das ansprechende Äußere im Vordergrund stehe. Untiedt: „Da sollte man Kompromisse finden, vielleicht im hinteren Bereich verstärkt mit insektenfreundlichen, heimischen Pflanzen arbeiten, im vorderen Bereich können dann weiter die Primeln stehen. Die Geradlinigkeit im öffentlichen Bereich hat leider Vorbildcharakter und wird auf den privaten Garten übertragen.“ Wer seinen Garten naturnah gestalten möchte, findet Beratung und Informationen im BUND-Umweltbüro. Untiedt: „Mit geeigneten Pflanzen und Strukturen kann der Garten eben auch Lebensraum sein. Das sieht man am Garnkorb, wo es summt und brummt.“

 BUND Umweltbüro, Kirchenstraße 15 in Preetz, Tel. 04342-5960, geöffnet mo 9-13, di 10-13 und 15-18, mi 9-12, do 9-12 und 13-15 Uhr.