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Plön Ein Vogel in Behrensdorf mit Löwenmut
Lokales Plön Ein Vogel in Behrensdorf mit Löwenmut
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13:36 04.08.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Zu den wenigen Plätzen, an denen Sandregenpfeifer im Kreis Plön brüten, gehört der Strand von Behrensdorf.
Behrensdorf

Seit 1958 kümmert sich der Naturschutzbund (Nabu) und dessen Vorgänger Deutscher Bund für Vogelschutz um das Naturschutzgebiet, das sich heute über 255 Hektar erstreckt. Auch ein Teil der Ostsee mit einem Streifen im Wasser von 500 Metern gehört dazu.

Fotos von einer Wanderung durch das Naturschzutzgebiet

In den 50er-Jahren zogen noch rund 25 Paare der Sandregenpfeifer auf dem drei Kilometer langen Küstenabschnitt ihre Jungen groß. Der Bestand sank auf nur noch zwei bis drei pro Jahr. Umso erfreuter sind Michelsen und Zeelen über die aktuelle Entwicklung. Wie durch ein Wunder zählten sie in diesen Sommermonaten zehn Brutpaare, die mit ihren Jungen über den Strandwall tippelten. 

So klingt der Gesang eines Sandregenpfeifers.

Eine Erklärung dafür sieht Zeelen in dem Ostseesturm im Frühjahr, der an vielen Stellen den Strandwall angenagt hat. Eine schlechte Nachricht für die Gemeinde Behrensdorf, die für die Reparaturen aufkommen muss. Eine gute für die Natur. Die Flut fegte den Sand weg und hinterließ jede Menge Steine. Ein ideales Brutrevier für Sandregenpfeifer, die hier ihre Nester bauen. Michelsen hält es auch für möglich, dass die Vögel sich von anderen Strandabschnitten, wo sie durch den Menschen verdrängt wurden, hierher noch Behrensdorf geflüchtet haben.

Nicht jeder hält sich an die Absperrung

Badegäste und ihre Hunde sind die größte Gefahr für den Nachwuchs der Sandregenpfeifer. Spuren in den abzäunten Bereichen am Strand bezeugen: Nicht jeder Mensch und sein Tier halten sich an die Absperrungen, die der Nabu jedes Frühjahr mühsam aufbaut. Auf 300 Metern bleibt ein Strandabschnitt sogar komplett gesperrt.

Strand in Behrensdorf immer beliebter

Zeelen und Michelsen sehen den wachsenden Tourismus kritisch. Menschen, die die vollen Strände wie Sehlendorfer Strand oder Hohwacht, vermeiden wollen und ruhige Abschnitte suchten, kämen deswegen nach Behrensdorf, wo es deutlich weniger Betrieb am Wasser gibt. Doch der reicht aus, um die Sandregenpfeifer zu verdrängen, zumal die Zahl der Badegäste in dem Abschnitt in den vergangenen fünf Jahren gewachsen ist, hat der Nabu beobachtet. Zumal die Vögel nicht unbedingt dort brüten, wo die Nabu-Vogelfreunde einen Bereich für sie abgesperrt haben. Die Tiere können schließlich nicht lesen.

Konflikte gab es auch mit Anglern.

Die Nabu-Betreuer haben jüngst in einem Punkt den Schutz verbessert. Sie stülpen Drahtgestelle über die Gelege, die mit dem menschlichen Auge nur schwer auszumachen sind. Einige Nester wurden einfach niedergetrampelt. Das passiert mit dem Gitterschutz nicht mehr. 

Michelsen und Zeelen wollen nächstes Jahr schauen, ob die gewachsene Population stabil bleibt oder ob 2019 ein Ausrutscher nach oben war für den Sandregenpfeifer. Michelsen: „Wir werfen uns schützend vor sie.“

Das wird auch nötig sein. Seit 1958 sind aus dem Gebiet Vogelarten wie der Kiebitz, Kampfläufer und Säbelschnäbler schon verschwunden.

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