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Plön Preetzer zu hoher Geldstrafe verurteilt
Lokales Plön Preetzer zu hoher Geldstrafe verurteilt
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14:38 07.10.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die Beamten konnten anhand des Chatprotokolls dem Angeklagten minutengenau nachweisen, wann er welche Datei empfangen hat. Quelle: Angelika Warmuth
Plön

Der bislang unbescholtene Preetzer surfte 2016 bei Whatsapp in einer Gruppe von etwa 40 Personen, die untereinander Sexvideos austauschten. Dort habe ihm jemand auch Videos mit Kinderpornografie zugeschickt, gestand der Mann. Das Alter des jüngsten Mädchens, das hier zu sehen war, schätzte die Polizei auf vier Jahre. Die übrigen Opfer waren etwa zwischen acht und 13 Jahre alt. Die Beamten konnten anhand des Chatprotokolls dem Angeklagten minutengenau nachweisen, wann er welche Datei empfangen hat. "Bitte noch mehr" oder "Geil. Mehr" schrieb er dem Bekannten zurück, der sich in einem getrennten Verfahren verantworten muss.

Bei einer Hausdurchsuchung im Mai 2018, als der Whatsapp-Chat aufgeflogen war, stellte die Polizei noch einen Computer sicher. Sie rekonstruierte hier ebenfalls eine Datei mit Kinderpornografie, die der Angeklagte nur gelöscht, aber nicht vollständig von der Festplatte entfernt hatte. Er sei davon ausgegangen, dass nichts mehr auf dem Rechner zu finden sei. Schließlich habe auch seine Freundin Zugang zu diesem Computer gehabt.

Angeklagter aus Preetz kann sich Tat nicht erklären

"Das ist so passiert", räumte der schüchtern wirkende Mann vor Gericht ein. Wieso er das gemacht habe, könne er sich nicht erklären. Er sei einfach angeschrieben worden und darauf eingegangen. Zumeist in den frühen Morgenstunden, bevor er zur Arbeit gegangen sei. Er habe später den Kontakt zur Gruppe abgebrochen und habe auch nicht mehr an anderen Stellen im Netz nach Kinderpornografie gesucht.

Das familiäre Umfeld des Mannes reagierte nach seinen Worten geschockt auf die Vorfälle. Er stamme aus normalen Verhältnissen, lebe mit seiner Freundin zusammen, habe in seinem Beruf ein gutes Auskommen. Er ist nicht vorbestraft.

Der 26-Jährige verneinte die Frage des Richters, ob er eine gewissen Präferenz für Kinderpornografie habe. Er versicherte, seitdem keine Kontakte mehr zu dem Lieferanten der Kinderpornos oder sich anderweitig solches Material verschafft zu haben. "Holen Sie sich Hilfe, wenn sie das Gefühl haben, Sie zu brauchen", ermunterte der Richter den Angeklagten dennoch, sich an entsprechende Stellen zu wenden.

Die Geldstrafe beläuft sich im Detail auf 140 Tagessätze zu je 45 Euro. Das liegt nur geringfügig unter der Forderung der Staatsanwältin.

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