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Plön Inklusion durch Wasserspiele
Lokales Plön Inklusion durch Wasserspiele
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13:49 14.07.2019
Von Dirk Schneider
"Wasser, Marsch" lautete das Motto beim etwas anderen Löschangriff zum Abschluss eines besonderen Besuchstags bei der Plöner Feuerwehr. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Am Ende verschwammen die Grenzen zwischen Betreuten und Betreuern, Helfern und Hilfebedürftigen: Mit der traditionellen Wasserschlacht endete der Besuch von 25 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schweren Behinderungen bei der Plöner Feuerwehr. Der nasse Nachmittag war Teil einer Ferienaktion des Bundeswehrsozialwerks.

Obwohl die Gruppe seit vier Jahren nicht mehr auf dem Koppelsberg, sondern in Travemünde das Basislager aufschlage – die Unterkunft dort sei noch barrierefreier aufgebaut - zähle Plön weiterhin zum festen Programm der Gruppe. „Gestern waren wir in der Marineunteroffiziersschule, die einen bunten Spielspaß ohne Grenzen für uns organisiert haben; heute feiern wir unser Bergfest mit der Plöner Feuerwehr“, erzählt Silke Beermann. Die Leiterin der zweiwöchigen Behindertenfreizeit ist eine Mitbegründerin des Projekts, das seit 1986 den Eltern schwerstbehinderter Menschen die Möglichkeit bietet, das Kind in Obhut zu geben und zwei Wochen Urlaub von der Dauerbetreuung zu nehmen.

Vom spontanen Termin zum festen Programmpunkt auf dem Koppelsberg

1992 logierte die Gruppe erstmals auf dem Koppelsberg, dessen Mitarbeiter Ingo SchmälingPlöns späterer stellvertretender Wehrführer – den Kontakt zur Plöner Wehr vermittelt habe. Aus dem spontan organisierten Besuch mit Fahrzeug- und Geräteschau habe sich ein fester ständiger Termin mit buntem Programm entwickelt. So schlüpfte Jan, der beim Malteserhilfsdienst einen Fahrer beim Ausliefern von Essen auf Rädern unterstützt, in eine persönliche Schutzausrüstung und strahlte als er unterstützt von Betreuer Adrian und Jugendfeuerwehrmann Matti den Helm aufsetzte. „Jetzt bin ich ein echter Feuerwehrmann“, strahlte er und freute sich über das Erinnerungsfoto am roten Auto. Anna staunte über das Gewicht der Einsatzjacke, die Svante Lamprecht anreichte. „Schwer, aber schön warm“, kommentierte sie den ersten Eindruck.

Plöner Feuerwehr sorgte mit Wasserschlacht für Abkühlung

Für gehörige Abkühlung sorgte dann ein ungewöhnlicher Löschangriff. Wobei die Farben blau und weiß eine entscheidende Rolle spielten: Wer sich in diese Farben gekleidet vor dem Spritzenhaus aufhalte, gebe damit sein Einverständnis, nass gemacht zu werden, erläuterte Zugführer Dennis Borchardt die wichtigste Spielregel und zog sich in eines der weit geöffneten Tore zurück. Von dort erlebten die Teilnehmer ein feucht-fröhliches Spektakel, bei dem ein mit 2000 Litern Wasser gefülltes Schlauchboot, zwei Schläuche mit Strahlrohr und Fontäne sowie unzählige Eimer zum Einsatz kamen.

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