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Plön Pfadfinder Kirchbarkau feiern 25 Jahre
Lokales Plön Pfadfinder Kirchbarkau feiern 25 Jahre
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13:41 31.08.2019
Von Signe Hoppe
Auch die Älteren haben Spaß beim Kanufahren. Engagierte Mitarbeiter wie Klara Bahr (v.li.), Finn Lasse Schildt, Lia Rathcke, Bennet Staacken und Hannes Serocki machen den Erfolg der Gemeindepfadfinder erst möglich. Quelle: Signe Hoppe
Kirchbarkau

Das Lagerfeuer direkt am See ist an diesem sonnigen Nachmittag ein beliebter Platz in dem weiträumigen Pastoratsgarten von St. Katharinen. Gekleidet in grünes Fahrtenhemd mit Halstuch sitzen Pfadfinder mit Stöckern um das Feuer und braten Marshmallows.

Kirchbarkau mit unverwechselbarem Profil

80 Kinder im Alter von sechs bis 10 Jahren treffen sich jeden Freitag zur ersten Gruppenstunde im Kirchengemeindehaus gefolgt von rund 40 Jugendlichen in der zweiten Gruppenstunde. Betreut werden sie von jugendlichen Mitarbeitern und jungen Erwachsenen aus der Gemeinde St. Katharinen. „Unser Erfolg beruht auf einem nachwachsendem Prinzip“, erklärt Hannes Serocki (21). „Von klein auf lernen unsere Pfadfinder Verantwortung, Nächstenhilfe und erleben ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl.“ Durch dieses Miteinander, die Naturverbundenheit und den Umgang mit der Schöpfung böte die Gemeindepfadfinderei gegenüber anderen Formen kirchlicher Angebote ein eigenes unverwechselbares Profil.

Pfadfinder mit Verantwortung

Es habe in der 25-jährigen Geschichte der „Seeadler“ Höhen und Tiefen gegeben, erzählt Serocki. Als Pastor Ulrich Schwetasch, der die „Seeadler“ 1994 gründete, vor zehn Jahren die Gemeinde in Kirchbarkau verließ, sei es unsicher gewesen wie es weiterginge. „Die Stammesleitung lag plötzlich in jungen ehrenamtlichen Händen“, erinnert sich Eike Zingelmann. „Eine ehrenamtliche Leitung ist jedoch schwierig bei der Größe, viele junge Leute haben wegen Schule und Ausbildung weniger Zeit.“ Darauf ging die St. Katharinen Gemeinde einen Sonderweg. Der heute 32-jährige Zingelmann, von Beruf Ingenieur, übernahm mit sechs Stunden in der Woche die hauptamtliche Leitung. Unterstützt wird er von 35 meist jugendlichen Mitarbeitern. „Mit fünfzehneinhalb Jahren darf man bei uns den Jugendgruppenleiterschein machen.“ Schon vorher würden die Jugendlichen schrittweise in die Verantwortung für die Jüngeren und die gesamte Gruppe mit hineingenommen. Zingelmann lacht: „Ein 14-Jähriger ist für einen Achtjährigen ein echter Held auf dem Schulhof.“ Der Mitarbeiternachwuchs laufe bei den Älteren mit, lerne und reife an der eigenen Arbeit. „Wir spannen immer ein Sicherheitsnetz: Jeder darf alles ausprobieren. Und wenn etwas nicht klappt, gibt es Hilfe“, sagt Zingelmann.

Löcher und Spinnen im Zelt

Fahrten und Zeltlager sind Höhepunkte des Jahres. Durch Prüfungen wie beispielsweise im Feuermachen, Tierspurenlesen und in Werkzeugkunde erlangen die Pfadfinder ihr Wolfskopfabzeichen. Bibelarbeiten und Andachten sind Teil der Arbeit. Bei Helfereinsätzen in der Gemeinde und auf Kirchentagen sind viele Jugendliche begeistert dabei. „Zu uns darf jeder kommen“, so Hannes Serocki. „Wir sind konfessionsübergreifend und wollen nicht missionieren.“ Mitarbeiter Finn Lasse Schildt (16) erzählt: „Wenn ich ein Geländespiel veranstalte und hinterher positives Feedback von den Kindern bekomme, ist das großartig.“ Das Schönste für die neunjährige Emily war bisher die Übernachtung in einer Kohte. „Es hat in der Nacht reingetröpfelt. Es gab Löcher im Zelt und Spinnen. Ich habe ein Handtuch drübergeworfen. Es war super.“

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