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Plön Björn Schwabe ist neuer Pastor
Lokales Plön Björn Schwabe ist neuer Pastor
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14:00 30.10.2019
Von Astrid Schmidt
Vom Industriekaufmann zum Pastor: Björn Schwabe fand seine Berufung auf Umwegen. Am Sonntag, 10. November, stellt er sich der Gemeinde um 15 Uhr in einem Gottesdienst vor. Quelle: Astrid Schmidt
Schönberg

Pastor – Beruf und Berufung für Björn Schwabe. Das entdeckte der 37Jährige allerdings auf Umwegen. Geboren in Zittau (Sachsen) begann er eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann, als sich erste Weichen stellten. Es war die Pastorin, die an der Berufsschule in Bad Oldesloe das Fach Religion unterrichtete, die sein Interesse am Pastorenberuf weckte. Im Alter von 21 Jahren erhielt er die Taufe. „Die ganze Berufsschulklasse nahm dran teil, das war für alle ein beeindruckendes Erlebnis“, erzählt Schwabe.

Björn Schwabe studierte erst BWL, dann Theologie in Kiel

Er beendete die Ausbildung, studierte BWL an der Fachhochschule in Kiel, wusste aber sehr bald: „Das ist nicht mein Weg“. Schwabe holte über den zweiten Bildungsweg das Abitur nach und studierte in schließlich Theologie in Kiel, ging zum Vikariat nach Marburg in Hessen. Gerade hat er seine dreijährige Probezeit in der Gemeinde Schwalmstadt in Nordhessen beendet. „Ich hätte mich ohnehin neu bewerben müssen, auch für die Stelle in Schwalmstadt, doch dann sah ich die Ausschreibung in Schönberg“, erzählt Schwabe. Dorthin hatte er bereits Verbindungen durch Moritz Keppel (Pfadfinder) und auch Gerhard Sabrowski, sein neuer Pastorenkollege, war ihm aus seiner Studienzeit bekannt.

Büro in der Fußgängerzone von Schönberg soll bleiben

Von mehreren Bewerbern fiel die Wahl schließlich auf Schwabe. Gerade mit seinem Lebensgefährten nach Schönberg gezogen, freut er sich auf den Start. Eine Herausforderung sieht er unter anderem in der Größe der Gemeinde. „Ich hoffe und wünsche, dass neben den vielen Verwaltungsaufgaben eines modernen Pastors auch genug Zeit für persönliche Begegnungen bleibt“, so Schwabe. Nicht zuletzt deshalb werde er auch das Büro in der Fußgängerzone, das vor drei Jahren auf Anregung seines Vorgängers Andreas W. Lüdtke dort eingerichtet worden war, beibehalten. „Das ist für kleine Gemeinden wie Schönberg ja eher selten und ich finde es toll, so mittendrin“, erklärte Schwabe.

Seelsorge für Björn Schwabe am wichtigsten

In seinem Beruf sieht er die Seelsorge als das „Wichtigste“. Das ist für ihn nicht nur das Zuhören. „Der Segen hat in der Seelsorge für mich eine zentrale Rolle. „Ich segne in möglichst vielen Gelegenheiten, das Hochzeitspaar, den Sterbenden, den Täufling, der Segen hat für die Menschen etwas sehr emotionales, etwas zum Anfassen“, sagt der Pastor. Einen weiteren Schwerpunkt setzt er bei Musik, die für die Menschen ebenso spürbar ist. Er selbst singe gern, er singe auch den Segen. Das liege vielleicht an seinem großen Interesse an der Orthodoxen Kirche und ihrer Geschichte, überlegt er.

Neue Angebote an junge Erwachsene in Schönberg

Schwabe will insbesondere jungen Erwachsenen Angebote machen. „Da geht im Leben die Post ab, beruflich wie privat. Im Alter zwischen 25 und 35 treten die meisten Menschen aus der Kirche aus.“ Kirche müsse sich und ihre Rahmenbedingungen auch hinterfragen. „Warum kommen Familien nicht in den Gottesdienst? Ist die Zeit richtig, was bieten wir den Kindern an, wie bindet man alle Altersgruppen ein?“ Solche Überlegungen führen zu neuen Wegen, die er in seiner Gemeinde in Nordhessen ausprobiert und unter dem Titel „der andere Sonntag“ mit Erfolg umgesetzt hat. „Es kamen nicht nur mehr Menschen, sondern auch andere“, erzählt er. Solche und andere Angebote, wie Gebetsworkshops, Studienreisen oder Gesprächskreise könne er sich auch für Schönberg vorstellen. Man werde sehen, was angenommen wird und was die Menschen sich wünschen. „Ich bin sehr experimentierfreudig, schätze aber auch die Tradition“, sagt Schwabe von sich selbst.

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