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Plön Joachim Schmidt will kürzertreten
Lokales Plön Joachim Schmidt will kürzertreten
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18:53 04.12.2019
Von Dirk Schneider
Joachim Schmidt zieht eine positive Bilanz über die Arbeit der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz. Quelle: Dirk Schneider
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Bösdorf

„Ich gehe langsam auf meinen 75. Geburtstag zu, da ist es an der Zeit, etwas kürzerzutreten und ein paar Ehrenämter abzugeben“, kündigt Schmidt an. Die Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz hat in den zwölf Jahren ihres Bestehens zahlreiche Maßnahmen mit über 5,2 Millionen Euro gefördert und damit eine Gesamtinvestition von knapp 32 Millionen Euro ausgelöst. Doch es sind nicht diese eindrucksvollen Zahlen, die Schmidt am Ende seiner langen Amtszeit als erster Vorsitzender in den Mittelpunkt seines Rückblicks stellen möchte. „Viele Projekte haben dazu beigetragen, unsere ländliche Region für die Menschen noch lebens- und liebenswerter zu machen“, sagt Schmidt.

Arbeit für die Aktivregion liegt ihm am Herzen

Die Mitgliederversammlung, die am Donnerstag, 5. Dezember, in Timmdorf tagt, wird daher einen neuen Vorsitzenden wählen müssen. Dem Gesamtvorstand bleibt Schmidt jedoch als Vertreter des Vereins Wasser-Otter-Mensch erhalten. Denn die Arbeit in der und für die Aktivregion liege ihm ganz besonders am Herzen, betont Schmidt. Vielleicht liege es an der langen Entstehungsgeschichte dieser Arbeitsgemeinschaft für den ländlichen Raum, die 1986 mit der Gründung des Naturparkvereins Holsteinische Schweiz begann. Diese Idee, regional enger zusammenzuarbeiten, hätten die sechs Mitgliedskommunen Plön, Eutin, Malente, Grebin, Bosau und Bösdorf weiterentwickelt, was 2001 zur Aufnahme in das EU-Förderprogramm für ländliche Räume „Leader+“ führte. „Wir waren eine von landesweit sechs Regionen, die damals ausgewählt wurden“, erinnert sich Schmidt.

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Unterstützung von den Kreisen Plön und Ostholstein

An der Seite von Gerd Schumacher, der diesem Bündnis lange vorgestanden habe, sammelten Schmidt und seine Mitstreiter wertvolle Erfahrungen für das Management der späteren Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz, die später den Bereich von Neustadt bis Schwentinental mit rund 95.000 Einwohnern umfasste. Neben den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden hätten Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und dessen Kreisamtsleiter für nachhaltige Planung Horst Weppler die Bestrebungen der kreisgrenzenübergreifenden LAG von Anfang an unterstützt. „Der Kreis Plön hat uns erst so richtig wahrgenommen, als Landrätin Stephanie Ladwig 2011 ins Amt kam“, erinnert sich Schmidt.

Zu seinen Lieblingsprojekten zählt „Grün macht Schule“. Dabei erhielt der Schulverband eine Anschubfinanzierung von 400.000 Euro, um Pausenhöfe naturnah zu gestalten und mit neuen Spielgeräten zu auszustatten. Das „Erlebnis Bungsberg“ förderte die Aktivregion sogar mit 750.000 Euro, wobei der Löwenanteil der eigentlichen Investitionssumme sowie die laufenden Betriebskosten von den Stiftungen der Sparkassen Holstein getragen würden, betont Schmidt. Dieses Beispiel zeige, wie gut verschiedene Geldquellen angezapft werden könnten, wenn alle Beteiligten am gleichen Strang in die gleiche Richtung zögen.

Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg

Auch die mehr als 500.000 Euro für das Landeskulturdenkmal Viehbrook in Rendswühren seien gut angelegtes Geld. Im Rahmen eines buchstäblichen Leuchtturmprojekts sei hier ein ländliches Kultur-, Bildungs- und Erlebniszentrum entstanden, erklärt Schmidt. Und auch den interkommunalen Straßenbau oder die Wiederherstellung historischer Kirchenrouten und alter Pilgerwege habe man unterstützt, weil dies den Tourismus fördere und die Menschen näher zusammenbringe. Ein großer Wunsch sei allerdings noch nicht in Erfüllung gegangen, appelliert Schmidt an künftige Entscheidungsträger, mit dem Kirchturmdenken aufzuhören. „Die Kreise Plön und Ostholstein sollten über deutlich engere Kooperationen nachdenken“, rät Schmidt. „Die Aktivregion beweist, wie produktiv es sein kann, über die Grenzen hinweg und noch besser ohne Grenzen zusammenzuarbeiten.“

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