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Plön Französisch-Offensive in Lütjenburg
Lokales Plön Französisch-Offensive in Lütjenburg
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09:45 30.05.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die französische Studentin Cyrielle Clére bringt ihre Muttersprache  Lütjenburger Schülern näher. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Lütjenburg

Clére studiert in ihrer Heimat Deutsch und möchte später als Lehrerin in Deutschland leben. Für einige Monate reist sie im Rahmen ihres Studiums mit dem France Mobil durch Norddeutschland und besucht Schulen. Ein Projekt, dass von Unternehmen oder dem Deutsch-Französischen Jugendwerk getragen wird. In 45 Minuten bringt sie den Kindern nicht nur den sanften Klang der französischen Sprache bei, sondern auch erste Vokabeln. Nach wenigen Minuten können die Lütjenburger Schüler auf französisch sagen "Ich heiße ..." oder fragen "Wie geht es Dir?".  Clères Unterricht zieht die Schüler mit. Im Spiel mit den ersten Vokabeln müssen sie ihre Plätze tauschen, was jedes Mal für ein Johlen sorgt. Die junge Französisch singt Lieder zur Gitarre, und wenn ein bestimmtes Wort kommt, rasen die Jungen und Mädchen in die Mitte des Stuhlkreises, um sich Zettel mit dem Ausdruck zu schnappen, bevor es die anderen tun.

Nur vier Lerngruppen an der Gemeinschaftsschule

Gemeinschaftsschule und Gymnasium im Schulzentrum streben beide gemeinsam an, die Schüler für Französisch zu begeistern, die eine neue Fremdsprache wählen können. Dorit Richter, Leiterin der Gemeinschaftsschule,  unterrichtet selbst in dem Fach. An der Gemeinschaftsschule  gibt es vier Lerngruppen, die allerdings sehr klein sind. Das soll sich ändern. Um so größer ist ihre Freude über den Unterricht der jungen Französin, die die Gemeinschaftsschüler mitreißt.

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Französisch gewinnt durch den EU-Austritt Großbritanniens

Ralf-Erik Foth, Französisch-Lehrer am Gymnasium,  nennt zwei Gründe, warum man als junger Mensch Französisch lernen sollte. Lütjenburg pflegt seit über 40 Jahren eine deutsch-französische Partnerschaft mit Bain de Bretagne.  Jede Reise dorthin sei für die Schüler ein "Erfolgserlebnis", weil sie spürten, sie können sich mit ihren Sprachkenntnissen verständigen. Zum anderen rückt der Austritt Großbritanniens aus der EU das Englisch ein wenig an den Rand. Foth ist sich sicher, dass dadurch die französische Sprache in Europa an Bedeutung gewinnt.

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