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Plön Freiere Fahrt für Radler
Lokales Plön Freiere Fahrt für Radler
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18:03 19.06.2019
Von Sven Tietgen
Mit roten Klebepunkten konnten die Bürger die von ihnen erkannten Problemstellen für Radfahrer auf einer Plön-Karte markieren. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Das Fahrrad erlebt eine Renaissance. Zudem nutzen dank elektrischer Unterstützung immer mehr Menschen die teilmotorisierten Pedelecs, um das Auto bei kurzen Distanzen stehen zu lassen. Die Stadt Plön reagiert auf diesen Boom und erarbeitet derzeit ein Radverkehrskonzept. Im zweiten Bürgerforum der Arbeitsgemeinschaft „Plön fährt Rad“ wurden nun erste Ideen vorgestellt und weiterentwickelt.

Im Vergleich zur Auftaktveranstaltung Ende Januar, zu der gut 70 Besucher kamen, war waren die knapp 30 Teilnehmer einschließlich der drei Planer sowie Stadtvertreter und Forumsmitglieder überschaubar. „Wir sind reduziert auf den harten Kern,“ stellte Bürgermeister Lars Winter fest.
Umso intensiver wurde dann nach einer kurzen Bestandsaufnahme und Stärke-Schwächen-Analyse durch die Planer Stefan Luft und Edzard Hildebrand über Problemstellen und Verbesserungsmaßnahmen diskutiert. Als Grundlage dienten den vier Arbeitsgruppen dabei einige Vorschläge, die das Fahrradforum bereits vorbereitet und skizziert hat.

Radfahrstreifen in der Lütjenburger Straße vorgeschlagen

Als erste konkrete Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit soll die problematische Situation in der Lütjenburger Straße zwischen dem Aldi-Markt und dem Bahnhof entschärft werden. Die geplante Ausweisung eines Radfahrstreifens auf der Fahrbahn in Richtung Innenstadt fand breite Zustimmung, da er den Autofahrern diese potenzielle Gefahrenstelle optisch präsenter mache und den Radfahrern einen gewissen Schutzraum biete. Das Problem: Nach dem Verlassen des Tunnels, der als Rad- und Fußweg die Unterquerung der Bundesstraßenkreuzung B 76/B 430 ermöglicht, müssen die Radler derzeit auf Höhe der Aldi-Zufahrt auf die Lütjenburger Straße und damit in den fließenden Autoverkehr wechseln. Wenn ein Radler künftig den aufgemalten Bereich nutzt, gelte dieser als Radweg, was beim Überholen entsprechend berücksichtigt werden müsse, erläuterte Luft.

Aber auch die beiden Unterführungen selbst sowie die Fahrradbrücke über die Bahnstrecke seien für Radfahrer extrem ungeeignet, so Manfred Rose, der die Beratungsergebnisse des Tisches Plön-Mitte präsentierte. Weitere Vorschläge dieser Gruppe: Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der gesamten Innenstadt sowie Ausweitung und Durchsetzung der Park- und Halteverbotszonen vor der Rodomstorschule und den Schulen am Schiffsthal.

Vorrang für Radler in der Eutiner Straße in Plön empfohlen

In der AG Plön-West wurde die Idee, die Johannisstraße in eine Fahrradstraße umzuwidmen sowie die Stadtgrabenstraße mit einem roten Radfahrstreifen zu versehen, mit Begeisterung aufgenommen. „Wir sollten auch Teile der Hans-Adolf-Straße einbeziehen“, betonte Stefanie Rohler.
Auch in der Eutiner Straße sollten die Radler künftig Vorrang genießen. „Das könnte in diesem Bereich eine Menge Probleme lösen“, erklärte Hildebrand für Plön-Ost. Zudem müsste eine Lösung für die vielen Falschfahrer auf den bestehenden Radwegen an der B 76 aus Richtung Eutin und der B 430 in Richtung Ascheberg gefunden werden. Rund 75 Prozent der Radler führen hier auf der linken Seite. Dieses kollektive Fehlverhalten, das durch persönliche Bequemlichkeit, zu geringem Gefahrenbewusstsein, aber auch Ortsunkenntnis begünstigt werde, könnte durch deutlichere Hinweise auf die Querungshilfen und eine eindeutige Beschilderung beeinflusst werden.

„Am besten kommen erst einmal alle Schilder weg und werden durch ein einheitliches, selbsterklärendes System ersetzt“, schlug Sabine Kauf vor, deren Gruppe sich mit übergeordneten Problemen beschäftigte. Zudem sollten bestimmte Infopunkte für ortsfremde Radfahrer eingerichtet werden. Diese sollten mit Stellplätzen verbunden werden, an denen auch die Akkus von Pedelecs und E-Bikes aufgeladen und etwaiges Gepäck in Schließfächern verwahrt würden, damit die Nutzer unbelastet einen Stadtbummel machen oder Essen gehen könnten.

Diese und weitere Vorschläge fließen nun in den Entwurf des Radverkehrskonzepts ein, dessen Umsetzung ab Herbst in den städtischen Gremien beraten und beschlossen werden soll.

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