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Plön Enttäuscht vom Kompromiss
Lokales Plön Enttäuscht vom Kompromiss
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15:30 13.01.2015
Von Anne Gothsch
Die Entscheidung zur Mühlenfelder Allee, die auf einem Vergleich basiert, war für Helmstorfs Bürgermeisterin Birgitta Ford eine bittere Pille. Quelle: Anne Gothsch
Helmstorf

Stein des Anstoßes war die Belastbarkeit der Mühlenfelder Allee. 2012 hatten die Helmstorfer Gemeindevertreter einstimmig beschlossen, den Schwerlastverkehr auf dieser Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Kühren (Helmstorf) und Engelau (Giekau) zu verbieten. Lediglich Anlieger sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge sollten davon ausgenommen bleiben.

 Begründet wurde das damit, dass die von altem Eichenbestand gesäumte Straße mit teilweise nicht mal drei Metern Breite zu schmal für große Lastkraftwagen sei. Ein Begegnungsverkehr sei auch aufgrund weicher Bankette gefährlich. Ein von der Gemeinde Helmstorf in Auftrag gegebenes Straßengutachten hätte zudem ergeben, dass die vor rund 35 Jahren asphaltierte Trasse und ihr Untergrund nicht für die Dauerbelastung mit schweren Transportfahrzeugen ausgelegt seien. Außerdem habe der Schwerlastverkehr durch den Ortsteil Kühren stark zugenommen und gefährde die Verkehrssicherheit vor allem der Schulkinder.

 Mit Hilfe eines Rechtsanwalts hatte die Gemeinde Helmstorf über das Amt Lütjenburg schließlich eine sogenannte Teileinziehung erwirkt, gegen die die Nachbargemeinde Giekau und Landwirte geklagt hatten. Im August des zurückliegenden Jahres hatte daraufhin ein Mediationsverfahren mit allen Beteiligten stattgefunden, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Für die Bürgermeisterin gleicht der ausgehandelte Kompromiss, der jetzt durch die Beschilderung sozusagen offiziell ist, einer bitteren Pille, „denn wir halten die Straße nach wie vor für zu schmal und gefährlich für den Durchgangsverkehr von Schwerlastern. Wenigstens haben wir eine gewisse Verkehrsberuhigung während der Schulwegzeiten und in der Nacht erreicht.“

 Giekaus Bürgermeister Manfred Koch sieht die Entscheidung dagegen positiv, „und zwar nicht nur für unsere Gemeinde, sondern auch für die Allgemeinheit“. Er glaube nach wie vor, dass sich die Belastung insbesondere mit auswärtigen Lastkraftwagen, die die Mühlenfelder Allee als Abkürzung nutzten, in Grenzen halte.