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Plön Orth fordert Pohl als CDU-Kandidaten
Lokales Plön Orth fordert Pohl als CDU-Kandidaten
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13:37 30.05.2018
Von Merle Schaack
Bei einer Stichwahl ums Bürgermeister-Amt könnte Hans-Herbert Pohl (CDU) auf Unterstützung aus der SPD zählen. Die Sozialdemokraten fordern, dass die CDU ihn statt des bisherigen Kandidaten Tade Peetz ins Rennen schickt. Quelle: CDU
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Heikendorf

Für die CDU soll der Gemeinschaftsschullehrer Tade Peetz (44) antreten. „Er wird von uns keine Stimmen bekommen“, kündigte Orth im Namen der SPD-Fraktion an. Stattdessen hoffe er, „dass die CDU zur Vernunft kommt“ und statt Peetz den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Hans-Herbert Pohl als Kandidaten aufstellt. „Mit ihm haben wir in den letzten fünf Jahren gut zusammengearbeitet. Er würde im ersten Wahlgang mit einer ansehnlichen Mehrheit gewählt“, kündigte der 64-Jährige an, der künftig den Fraktionsvorsitz der SPD übernehmen will.

Entscheidung im ersten Wahlgang unwahrscheinlich

Bei der konstituierenden Sitzung wählen die 19 Gemeindevertreter aus ihrer Mitte einen Bürgermeister. Mit Amtsinhaber Orth, dessen SPD-Fraktion drei Sitze hat, Tade Peetz (CDU, 6 Sitze) und Olaf Bartels (Grüne, 5 Sitze) treten drei Kandidaten an, nachdem Bartels am Dienstag öffentlich seine Kandidatur bekanntgab. Nach der Wahl hatten die Grünen als zweitstärkste Kraft zunächst Orth ihre Unterstützung zugesagt. 

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Durch die Sitzverteilung im Rathaus - die UWH hat drei Sitze - ist es unwahrscheinlich, dass im ersten Wahlgang einer der drei Kandidaten eine absolute Mehrheit (10 Stimmen) bekommt. Die FDP (2 Sitze) hat ihre Stimmen der CDU versprochen. Die UWH hält sich bedeckt, betont aber, dass es bei ihr keinen Fraktionszwang gebe.

Wenn auch im zweiten Wahlgang keiner der Kandidaten zehn Stimmen auf sich vereinen kann, geht es in die Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen - voraussichtlich dann Peetz und Bartels. „Ich werde Bartels meine Stimme nicht geben“, kündigte Orth an, der sich vom Sinneswandel der Grünen „enttäuscht“ zeigte. Stattdessen werde er sich enthalten.

Losentscheid in Stichwahl möglich

Sollte seine gesamte Fraktion das tun und die UWH geschlossen den grünen Kandidaten unterstützen, könnte es so in der Stichwahl zum Patt kommen. In diesem Fall, so sieht es die Gemeindeordnung vor, würde das Los über den neuen Heikendorfer Bürgermeister entscheiden.

Hans-Jürgen Schekahn 30.05.2018
Anja Rüstmann 29.05.2018
Merle Schaack 29.05.2018