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Plön Ganz privat: So lebt Kandidat Thomas Haß
Lokales Plön Ganz privat: So lebt Kandidat Thomas Haß
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16:41 06.03.2020
Von Silke Rönnau
Sein Garten mit dem zurzeit abgedeckten Strandkorb ist der Lieblingsplatz von Thomas Haß, hier mit dem Labrador-Mix Bounty und der wuscheligen Labradoodle-Hündin Adja. Quelle: Silke Rönnau
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Schwentinental

Er liebt das Schwentinetal. Sein rotes Klinkerhaus in Rosenfeld steht zwar nicht direkt am Fluss, aber Thomas Haß zieht es zum Spaziergang mit den Hunden Adja und Bounty oder zum Laufen immer dort hin. Seit über 17 Jahren lebt er in dem Ortsteil der Gemeinde Rastorf. „Zurück zu den Wurzeln“, sagt der 52-Jährige – denn sein Vater war auf Gut Rastorf groß geworden und hatte dort im Kutschenhaus gelebt.

Thomas Haß öffnet die Tür und führt uns durch den Flur in einen hellen Wohnbereich mit Holzmöbeln, Essecke und einer mit einem Tresen abgetrennten Küche. Über dem Sofa strahlt eine toskanische Landschaft, auf dem Esstisch blühen Primeln, in den Windlichtern leuchten die Kerzen, auf dem Tisch steht die Teekanne.

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Die Sofaecke mit Blick auf das flackernde Feuer im Ofen, den ganzen Raum und auf den Garten ist im Winter sein Lieblingsplatz. „Wir richten uns immer noch Stück für Stück ein“, erzählt seine Lebensgefährtin Nele Roth, die vor einem Jahr mit eingezogen ist. Haß ist geschieden und hat zwei Töchter. Am 8. März geht er ins Rennen um die Bürgermeisterwahl

Thomas Haß lernte denselben Beruf wie sein früh verstorbener Vater

Die ersten drei Jahre seines Lebens verbrachte er mit seiner Mutter und Schwester in Ottendorf, bevor es seine Mutter zurück zu ihrer Familie in die Probstei zog. Sein Vater war einen Monat vor seiner Geburt 1968 gestorben. Nach dem Abitur in Heikendorf entschied er sich für den Beruf seines Vaters: Landschaftsgärtner.

„Die ganze Familie kam aus der Landwirtschaft, außerdem begann in den 80er-Jahren eine grüne Welle, da war ich schon voll dabei.“ Und so leistete er auch seinen Zivildienst bei der Unteren Naturschutzbehörde in Kiel. „Ich habe Froschzäune aufgestellt und Wiesen gemäht.“

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Dann zog es ihn doch an die Uni. Nach dem Studium von Biologie und Mathematik und dem Referendariat in Schleswig kam er an die Wilhelminenschule in Preetz, wurde mit 33 Jahren Konrektor, wechselte zwei Jahre später als Schulleiter nach Selent und 2008 nach Altenholz. „Es war mir immer zu wenig, nur zu unterrichten, ich wollte über den Gartenzaun blicken und die Schulentwicklung mitgestalten.“

Mitgestalten wollte er auch seine Gemeinde, seit zwölf Jahren ist er ehrenamtlicher Bürgermeister. Und setzte auch dort auf Ökologie mit Bürgerwald, LED-Straßenlaternen, Solardächern.

Natur liegt ihm am Herzen

Die Natur ist ihm eine Herzensangelegenheit. Im Urlaub geht es zum Wandern nach Südtirol oder an den Rhein. Und dann ist da noch der Garten mit Obstbäumen und -büschen, Kartoffeln, Stauden. Johannis- und Erdbeeren verarbeitet er selbst zu Marmelade und Gelee. „Wenn ich Zeit habe, bin ich am Wühlen“, sagt er lachend.

Für die Blumenkübel ist allerdings seine Lebensgefährtin zuständig. „Mit den Hortensien kann ich gar nicht“, gesteht er.

Im Strandkorb kann Thomas Haß entspannen

Sein absoluter Lieblingsplatz ist der große Strandkorb, den er von seinen Gästen zum 50. Geburtstag bekommen hat. „Da haben wir alle zusammengelegt und ihn in einem Pferdeanhänger hergebracht“, erzählt Nele Roth

Wenn sie Zeit haben, paddeln sie mit dem Kanu auf der Schwentine nach Preetz und freuen sich, wenn sie einen Eisvogel sehen. Außerdem ist er Mitglied in einem Männerkochclub. „Wenn ich hier koche, dann das volle Programm mit Hors d’œuvre vorweg und selbstgemachter Crème brûlée zum Dessert.“

Thomas Haß steht gerne in der Küche. Alle acht Wochen probiert er in einem Männerkochclub neue Rezepte aus. Quelle: Silke Rönnau

Warum will er am 8. März Bürgermeister werden? „Ich liebe Herausforderungen, und das ist wirklich eine“, betont er. Man habe mehr Gestaltungsmöglichkeiten als in der Schule. „Und es ist hier an meiner Schwentine – nur auf der anderen Seite.“

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