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Plön Beseler-Preis geht an ehemalige Priörin
Lokales Plön Beseler-Preis geht an ehemalige Priörin
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12:00 15.05.2019
Von Silke Rönnau
Viktoria von Flemming (Mitte) wurde vom Denkmalfonds mit dem Beseler-Preis ausgezeichnet. Glückwünsche kamen von den Vorstandsmitgliedern Dr. Jörn Biel (von links) und Dr. Ulrik Schlenz, dem Vorsitzenden Dr. Bernd Brandes-Druba, Landeskonservator Dr. Michael Paarmann und Geschäftsführerin Gabriele Fischer.     Quelle: hfr
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Preetz

Damit wurde ihr langjähriges Engagement um die Bewahrung von Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein, insbesondere an ihrem langjährigen Wirkungsort im Kloster Preetz gewürdigt. Das Kuratorium des Vereins hatte einstimmig für die Preisträgerin votiert. Die Anerkennungssumme für den Beseler-Preis 2019 wurde von der Förde Sparkasse gestiftet und wird in ein denkmalpflegerisches Vorhaben nach Wahl der Preisträgerin fließen.

"Durch Beharrlichkeit großen Beitrag geleistet"

Viktoria von Flemming habe schon als Mitkämpferin um den Erhalt der Kapelle in Kleinmeinsdorf einen Beleg dafür geliefert, „wie man durch Beharrlichkeit und großen persönlichen Einsatz einen positiven Beitrag zum Erhalt von Denkmälern leisten kann“, erklärte Landeskonservator a.D. Michael Paarmann in seiner Laudatio. Als sie 2008 das Amt der Priörin übernommen habe, habe sie dazu beigetragen, das Kloster als privilegierten Wohnort, als Kultur- und Lernort zu entwickeln, aber auch zum Anziehungspunkt für Touristen zu machen.

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Mit Viktoria von Flemming und Klosterprobst Eckhard Graf von Hahn habe der Neustart in der „zum Erliegen gekommenen“ Kommunikation zwischen Kloster und Denkmalpflege begonnen. Die Zusammenarbeit habe viele neue Impulse und eine breite Anerkennung gebracht, sagte Paarmann.

Im Preetzer Kloster wurde viel restauriert

Er verwies auf eine stolze Bilanz: Die Priörin und der Probst hätten die bauliche Unterhaltung der vielen historischen Gebäude stets im Blick gehabt und neuen Wohnraum geschaffen. Das Dach der Klosterkirche konnte in zwei Abschnitten neu eingedeckt, das Mauerwerk der Strebepfeiler rundum saniert, die Instandsetzung des Konventgebäudes eingeleitet und zahlreiche Kunstwerke fachgerecht restauriert werden. Als Beispiele nannte er den spätgotischen Sippenaltar in der Winterkirche, die wertvollen Buchbestände in der Predigerbibliothek und die Bilderbibel im Nonnenchor, von der gut die Hälfte der 137 Bildtafeln mittlerweile restauriert worden seien.

„Sie haben durch Ihre Arbeit Vorbildliches geleistet und sehr erfolgreich – oft mit der Sammelbüchse in der Hand – für den Erhalt des Klosters, seiner Geschichte und seiner Kunstwerke geworben“, bedankte sich Paarmann bei der 83-Jährigen.

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