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Plön Die mit dem Hund tanzt
Lokales Plön Die mit dem Hund tanzt
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05:01 28.04.2018
Von Merle Schaack
Daniela Terboven betreibt in Fargau eine Hundeschule und lehrt ihre Schützlinge unter anderem das Tanzen - so sieht es zumindest für die Zuschauer aus. Quelle: Merle Schaack
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Schönkirchen

In der Praxis sieht das so aus: Zunächst mithilfe von Leckerlis, später mit einem Klicker, der Zustimmung signalisiert, bringt Terboven ihre Hunde dazu, Achten durch ihre Beine zu laufen, Pfötchen zu geben, rückwärts zu gehen oder zu kriechen. Die Kommandos erfolgen durch Gesten oder mit der Stimme. „Je hochklassiger man tanzt, desto weniger werden die Gesten – es soll ja nach Tanzen aussehen“, sagt die 49-Jährige.

Besonders gefällt Terboven am Dogdance, dass die Schwierigkeit aufs Hundealter und die Elemente an die Vorlieben oder körperlichen Voraussetzungen des Hundes angepasst werden können. Die sieben Monate alte Simba zum Beispiel darf noch nicht rückwärts gehen oder sich auf die Hinterbeine stellen. „Und auch bei älteren Hunden kann man Rücksicht nehmen, sie zum Beispiel nicht mehr springen lassen“, sagt Terboven.

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Harmonie steht im Fokus

Während Fuß-Slalom, Pfötchen geben und Kreise laufen zu den einfachen Übungen gehören, die auch junge Hunde schnell beherrschen, springen die erfahrenen tierischen Tänzer auch mal durch die Arme ihres Frauchens, „parken“ rückwärts zwischen ihren Beinen ein oder lassen sich auf Distanz dirigieren. „Das Charmante daran ist, dass bei jeder Choreografie deutlich wird, dass Hunde ihr Eigenleben führen und keine Maschinen sind“, sagt Terboven. „Und für das Publikum ist es natürlich immer am lustigsten, wenn ein Hund zwischendurch mal schnüffeln geht.“

Denn auch wenn Dogdance erfunden wurde, um dem Publikum mehr zu bieten als Befehl und Gehorsam nach Schema F, steht trotz allem sportlichen Ehrgeiz die Harmonie zwischen Mensch und Tier im Fokus. Sie wird neben Technik, sauberer Ausführung der Übungen und fließenden Übergängen zwischen den Elementen auch bei Wettbewerben bewertet. „Letztlich geht es darum, den Hund zu präsentieren und gut aussehen zu lassen, ihn aber nicht zu veraffen“ Andersherum gibt es Abzüge, wenn ein Tänzer seinen Gefährten im Ring bestraft.

70 Tanzpaare kommen nach Schönkirchen

Zum Turnier in Schönkirchen erwarten die Veranstalter 70 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland. Auch Zuschauer können sich ab 9.30 Uhr auf dem Gelände tummeln und einen Einblick in die Welt der tanzenden Hunde erlangen. Der Eintritt ist frei, auch vierbeinige Begleiter sind gern gesehen. Wer seinen eigenen Hund mitbringt, muss auch einen Impfausweis für ihn dabei haben.

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