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Plön "Dorfpunks" wurden in Lütjenburg gefeiert
Lokales Plön "Dorfpunks" wurden in Lütjenburg gefeiert
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15:58 16.04.2009
Lütjenburg

Den Streifen hatte Regisseur Lars Jessen nach der Vorlage des Bestsellers von Rocko Schamoni in und um dessen Heimatstadt gedreht und selbst „irgendwo zwischen Heimatfilm der besonderen Art und Hommage an die Leidenschaft des Punk-Aufbruchs“ eingeordnet.

Rocko Schamoni, mit dem bürgerlichem Namen Tobias Albrecht im Pass und familiären Wurzeln in der Nachbargemeinde Klamp, war natürlich der Star des Abends, gefragter Interviewpartner und immer wieder Mittelpunkt seiner Fans schon aus früher Jugendzeit. „Das Geilste an dieser Vorpremiere ist doch, dass nicht nur die alte Clique gekommen ist, sondern auch fast jeder, der mich damals gehasst hat“, stellte er mit breitem Grinsen fest. Er stellte allerdings auch klar, Regisseur Lars Jessen und Drehbuchautor Norbert Eberlein hätten sein Buch lediglich adaptiert, so dass der Film komplett für sich selbst spreche. „Dorfpunks“ sei auch kein Film über Lütjenburg, sondern über die fiktive Stadt Schmalenstedt, in der sich das Leben junger Menschen so abgespielt haben könnte wie hier.

Die szenische Umsetzung authentischer Geschehnisse aus der Zeit Mitte der 80er Jahre war für Torsten Beese in doppelter Hinsicht von Interesse: Der Hauptkommissar und Leiter der Lütjenburger Polizeistation weiß aus Erzählungen älterer Kollegen natürlich, welchen Zoff es damals mit den latent gewaltbereiten Punks der „Lütjenburger Szene“ gegeben hatte. „Den Film könnte man als spätes Geständnis längst verjährter Straftaten werten“, stellte er anschließend schmunzelnd fest. Ebenso gespannt wie die vielen anderen Komparsen war er aber auch darauf, ob er sich bei seinem Einsatz am Drehort Schönberg im Film wiederfinden würde. Er konnte, wenn auch nur für wenige Sekunden beim Verlassen des Streifenwagens, der extra bei einer Berliner Verleihgesellschaft geordert worden war .

Auch Andreas Tedsen konnte seinen Miniauftritt genießen. Der Chef vom „Uns Huus“ hatte einen ganzen Tag lang den brutalen Angriff seiner Rockergang bei „Schröder“ in Behrensdorf geprobt, und dann war diese Szene radikal zusammengestrichen worden: „Trotzdem bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Besonders freut mich natürlich, dass im Nachspann mein Gasthaus aufgeführt wird. Dafür gab's eine sehr bescheidene Gage.“

„Dabei sein ist alles“ galt auch für das Engagement von Roland Barleben. „Das war damals genau meine Zeit. Deshalb war ich begeistert von dem Angebot, ein kleine Rolle im Film zu übernehmen und auch gleich zwei alte Mantas beisteuern zu können“, freute sich der Inhaber der Lütjenburger Opel-Vertretung.

Bürgermeister Lothar Ocker hatte zwar der Versuchung widerstanden, ebenfalls als Komparse mitzuwirken. Aber mit der Werbewirksamkeit von „Dorfpunks“ für Lütjenburg und die gesamte Region ist er natürlich überaus zufrieden. Vielleicht habe er durch „beharrliches Bohren an den richtigen Stellen“ auch ein wenig dazu beitragen können, dass die Verleihfirma hier am Drehort ihre erste Vorpremiere angesetzt habe.

Ein besonderes Lob für „Dorfpunks“, der bereits erfolgreich bei den Berliner Filmfestspielen und beim Schleswig-Holstein-Filmfest „Augenweide“ gezeigt wurde, gab es übrigens auch von Caroline Schwarz. Lars Jessen sei es gelungen, seine Geschichte mit einer unverstellten Liebe zur Heimat zu zeigen“, erklärte die Kulturbeauftragte der Landesregierung.

Der Film, der ab 23. April in die Kinos komme, sei völlig zu Recht von der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein mit 350000 Euro unterstützt worden.

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