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Plön Frauenklinik Preetz hat neuen Chefarzt
Lokales Plön Frauenklinik Preetz hat neuen Chefarzt
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07:00 11.07.2019
Von Silke Rönnau
Dr. Andrzej Kuszka ist neuer Chefarzt der Frauenklinik Preetz. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

„Jede zweite Frau hat eine Senkung der Blase oder Gebärmutter, jede dritte hat Inkontinenz“, erklärt der 44-Jährige. Das betreffe nicht nur ältere Frauen, sondern auch schon viele zwischen 40 und 50 Jahren. Durch eine gute Diagnostik sowie minimalinvasive Operationsverfahren oder konservative Behandlung könne man den Patientinnen helfen. „Ich möchte hier meine großen Erfahrungen aus der urogynäkologischen Chirurgie weitergeben.“

Kuszka ging nach seinem Medizinstudium für ein Forschungsprojekt in Mikrobiologie an das Marie-Curie-Institut in Paris. Er wechselte nach Heidelberg an die Uniklinik und schrieb seine Doktorarbeit. Er war außerdem in Kaiserslautern und in Hagen tätig.

„Dort ist das größte Beckenboden-Kompetenzzentrum in Nordrhein-Westfalen gerade im Hinblick auf Komplikationen mit alloplastischem Material“, erklärt er. Dabei handelt es sich um synthetisch hergestellte Implantate. Onkologische Erfahrungen sammelte er an der Klinik in Kaiserswerth.

Klinik Preetz ist klein, aber fein

Was hat ihn am Chefarztposten in Preetz gereizt? „Diese Klinik ist klein, aber fein und hat einen sehr guten Ruf bei der Beckenbodenchirurgie“, betont er. Hier könne er sein Wissen einbringen. Die Zukunft der urogynäkologischen Chirurgie liege in der genauen Diagnostik und defektorientierten Behandlung, meint er.

Dabei helfen vor allem die neueste Ultraschall-Technik und das laparoskopische Verfahren, also eine minimalinvasive Bauchspiegelungstechnik. „Wir haben sehr viele zufriedene Patientinnen und extrem wenig Komplikationen durch dieses Verfahren“, so Kuszka.

"Wir finden eine Lösung für die Frauen"

Er freue sich, dass er gerade einer erst 18 Jahre alten Patientin helfen konnte, die immer Urin verloren habe. Inkontinenz sei oft noch mit Scham, Angst und Unwissen verbunden. „Hier gehen die Frauen nach der Behandlung mit einem Lächeln nach Hause, wir finden für sie eine Lösung“, sagt er. Auch Komplikationen aus vorherigen Eingriffen könne man korrigieren.

Dazu komme in der Frauenklinik, in der drei Ober- und neun Assistenzärzte beschäftigt seien, das gesamte Spektrum der Gynäkologie, Brustchirurgie und Onkologie. „Die Klinik hat eine sehr familiäre Geburtshilfe, durch den engen Kontakt mit den Hebammen und Ärzten fühlen sich die Frauen sehr wohl“, sagt Kuszka.

Geburt als besonderes Erlebnis

Über 550 Geburten werden pro Jahr gezählt, davon nur 18 Prozent per Kaiserschnitt. Die Schwangeren kämen aus dem gesamten Norden. „Wir wollen alles geben, damit die Geburt für die Frauen ein extrem schönes Erlebnis ist“, verspricht er.

Nun sucht er noch für sich und seine Familie eine Wohnung oder ein Haus in Preetz. Dann hat er wieder mehr Zeit für seine Hobbys. Dazu gehört auch das Segeln. „Das bietet sich hier natürlich an“, sagt er und freut sich, dass er wie in Polen wieder in der Nähe der Ostsee wohnt.

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