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Plön Schwentinental an Bord der Kieler Woche
Lokales Plön Schwentinental an Bord der Kieler Woche
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18:04 21.06.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Die Raisdorferin Nazan Komral leitet den argentinischen Stand auf dem Internationalen Markt der Kieler Woche. Quelle: Privat
Schwentinental

Die Raisdorferin Nazan Komral (37) sorgt für das lateinamerikanische Flair der Kieler Woche und ist auf dem Internationalen Markt am Rathausplatz zu finden. Seit 2013 ist sie Chefin des Argentinien-Standes, den sie von Vorbesitzer Antonio Bucak übernommen hat. Nazan Komral hat Betriebswirtschaft studiert und geht normalerweise einem Bürojob nach – doch für die Zeit der Kieler Woche wird die gebürtige Deutsche mit türkischen Wurzeln regelmäßig zur heißblütigen Steak-Fachfrau. Schon als Studentin jobbte sie am Stand von Antonio, sogar schon als Achtjährige wollte sie bei der Kieler Woche nur eines, wie sie sich erinnert: „Unbedingt ein Steak essen!“ Die Rumpsteaks vom Grill sind es auch heute noch, die die meisten Kunden anziehen. „Das Gold des Argentiniers ist sein Steak“, fasst Nazan Komral den symbolischen Wert des argentinischen Rindfleisches zusammen. Dieses Jahr hat sie sich etwas Besonderes ausgedacht: „Ich veranstalte eine Tombola. Die Gäste können Lose kaufen, und zu gewinnen gibt es jeden Tag einen Strang originalverpacktes Rumpsteak.“ 3,5 Kilogramm Fleisch! Jeder Cent aus dem Losverkauf soll an den 40 Hektar großen Wildpark in Raisdorf gehen. Dort leben etliche Tierarten, und es gibt einen Streichelzoo. „Besonders für Kinder ist es toll dort“, meint Nazan Komral. Ihr Erfolg als „Argentinierin“ bei der Kieler Woche soll durch die Tombola auf ihre Heimatstadt überschwappen.

Herrin über alle offiziellen Flyer, Postkarten und das Programmheft

Noch mehr hinter die Kulissen des ganz normalen Kieler-Woche-Wahnsinns kann man kaum blicken: Die gelernte Erzieherin Dörte Matthies (56), sitzt seit 2008 im Rathaus der Landeshauptstadt und ist Teil des zwölfköpfigen Kieler-Woche-Referats. Was, wann, wo? Matthies ist Herrin über alle offiziellen Flyer, Postkarten und das Programmheft. Jedes Datum, jeder Programmpunkt wird von ihrem Auge kritisch geprüft. Schweißtreibend ist Jahr für Jahr der Moment, verrät sie, an dem sie das 90-seitige Programmheft fertig gedruckt in Händen hält. Stoßgebete gehen dann zum Himmel: Bitte keine Tippfehler, bitte kein falsches Datum...! Auch wenn jede Kieler Woche nur neun Tage dauert, begleitet sie Matthies auch an jedem anderen Arbeitstag im Jahr. „Nach der Kieler Woche ist vor der Kieler Woche“, ist ihr Leitspruch. Denn gleich nach der großen Sause fängt für sie die Nachbereitung an: Rechnungen bezahlen, zum Beispiel. „Und dann geht schon die Planung fürs nächste Jahr los.“ Den Kieler-Woche-Förderverein mit 17 Firmen betreut sie außerdem. Ihr Großprojekt: Das Classic-Open-Air auf der Rathausbühne, diesmal mit Laith Al-Deen und dem Philharmonischen Orchester Kiel. Eines ist klar, sagt Matthies: „Langeweile haben wir hier nie.“

Für den jährlichen Eröffnungsgast muss alles stimmen

Ute Kaukel hat im Kieler Rathaus seit 1983 schon alle möglichen Verwaltungsämter durchlaufen, doch das jetzige „ist echt ein Highlight“, sagt sie. Die 54-Jährige gehört auch zum Kieler-Woche-Referat. Sie nimmt insbesondere den jährlichen Eröffnungsgast unter ihre Fittiche – diesmal Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. „Ihr Tagesablauf wird minutiös durchgeplant, alles muss organisiert werden.“ Und zwar auf Schritt und Tritt. „Das ist etwas ganz anderes als die klassische Verwaltungsarbeit, sehr abwechslungsreich. Man lernt so viele Leute kennen“, sagt Kaukel. Sie organisiert auch die Charity-Aktion „Sport für Kids“ – dabei werden Silikonarmbänder mit Nummern verkauft. Wer die Bänder kauft, unterstützt ein gemeinnütziges Projekt, das Kindern aus armen Familien zugute kommt. Die Gewinner-Nummer bringt eine Reise auf der "Aida". 2018 kamen bei der Aktion 39 000 Euro zusammen.

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