Ehrenmal in Laboe und Gut Rastorf: Vier Millionen Euro für Denkmalschutz
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Ehrenmal in Laboe und Gut Rastorf: Vier Millionen Euro für Denkmalschutz

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17:48 26.11.2020
Von Nina Janssen
Das Marineehrenmal in Laboe erhält Zuschüsse von über zwei Millionen Euro vom Bund für die Sanierung des Turms.  Quelle: Ulf Dahl
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Laboe/Rastorf

Vier Millionen Euro fließen für Projekte im Denkmalschutz in den Kreis Plön. Das Laboer Ehrenmal und das Gut Rastorf profitieren von Zuschüssen für Kulturmaßnahmen im Jahr 2021, die der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags am Donnerstag beschlossen hat.

Der Deutsche Marinebund erhält eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2,25 Millionen Euro für die Sanierung des Laboer Ehrenmals. Das Gut Rastorf wird mit 1,75 Millionen Euro bezuschusst. Bundesweit werden 434 Millionen Euro für insgesamt 87 Projekte investiert, mehr als 24 Millionen Euro gehen für acht Projekte nach Schleswig-Holstein.

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Turm des Ehrenmals in Laboe wird saniert

Am Marineehrenmal soll nach Angaben von Heinz Maurus, Präsident des Deutschen Marinebundes, das Außenmauerwerk des Turms saniert werden. Der Turm sei in den vergangenen zwei Jahren ausführlich begutachtet worden, wobei erhebliche Schäden sichtbar geworden seien. „In Frostperioden kommt es zu Abplatzungen“, erklärt Maurus.

Die Investitionssumme für das Projekt werde auf 4,6 Millionen Euro geschätzt. „Die Sanierung ist zwingend notwendig. Wir freuen uns über die Förderung. Das Laboer Ehrenmal ist nicht nur Denkstätte der Deutschen Marine und Denkmal der Kieler Förde, sondern auch ein Mahnmal für den Frieden.“

Historische Hofscheune wird in Rastorf restauriert

„Die Mittel fließen in die Restaurierung einer der beiden historischen Hofscheunen, um sie vor dem Verfall zu schützen“, berichtet Friedrich Graf zu Rantzau. In den kommenden Jahren sollen weitere Maßnahmen auf der Hofanlage aus den 1720er-Jahren in Angriff genommen werden. Für die leer stehenden Hofscheunen gebe es bereits Konzepte für mögliche Nutzungen wie Wohnungen, Coworking-Space oder Ausstellungsraum.

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Die Hofanlage, die zwischen 1723 und 1729 gebaut worden sei, bestehe aus Kavalierhaus, zwei Hofscheunen, Kutschstall und Torhaus. Von 1803 bis 1806 sei das Herrenhaus im Stil des Klassizismus entstanden, so Rantzau.

Gutsanlage mit bauhistorischer Bedeutung

„Die Gutsanlage von Rastorf ist in ihrer bauhistorischen Bedeutung absolut einzigartig für den schleswig-holsteinischen Kulturraum und daher besonders schützenswert“, erklärte die CDU-Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein. Die barocke Anlage des Architekten Rudolph Matthias Dallin sei seit nahezu 600 Jahren im Besitz der Familie Rantzau.

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