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Plön Preetz will bis 2030 klimaneutral sein
Lokales Plön Preetz will bis 2030 klimaneutral sein
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17:40 10.09.2019
Von Anne Gothsch
Vorfahrt für Radfahrer und andere "grüne Ideen": Bei der diesjährigen Aktion „Stadtradeln“ - hier die erfolgreichsten Vertreter bei der Preisverleihung - konnten insgesamt 360 Teilnehmer mit rund 66.000 gefahrenen Kilometern rechnerisch für eine Verringerung der Kohlendioxid-Emission um rund neun Tonnen sorgen. Quelle: Anne Gothsch/Archiv
Preetz

Das wurde als fraktionsübergreifender Antrag auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung beschlossen. „Das ist beides ausgesprochen ehrgeizig, aber wir fangen ja schließlich nicht bei Null an“, meinte Bürgermeister Björn Demmin. Bereits im November 2015 wurde ein sogenanntes integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet, in dem konkrete Maßnahmen aufgelistet sind. Dazu zählen etwa diverse Beratungsangebote zu klimafreundlicher Gebäudesanierung, Heizungsmodernisierung oder Stromeffizienz, themenbezogene Aktionen und Workshops an Schulen, das Ausloten von Möglichkeiten für eine höhere ÖPNV-Auslastung, die Umstellung der städtischen Liegenschaften auf Ökostrom, Anreize für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad oder Quartierskonzepte für die Nahwärmeversorgung. Vieles davon wurde bereits umgesetzt oder ist in laufende Projekte eingebunden. Diese werden seit zwei Jahren maßgeblich von der Klimaschutzmanagerin Marret Bähr initiiert, die dank eines Bundeszuschusses dafür eingestellt werden konnte. Die Förderung wurde für zwei weitere Jahre beantragt, um die Umsetzung der Maßnahmen weiter voranzutreiben.

Beim Klimaschutz "noch viel Luft nach oben"

Die BGP-Fraktionen sieht in dem bisher Erreichten allerdings noch viel Luft nach oben. In ihrem Antrag hieß es, dass die im Klimaschutzkonzept vorgeschlagenen Maßnahmen „bislang weder von der Verwaltung noch von der Selbstverwaltung mit hinreichendem Nachdruck verfolgt worden“ seien. Die Fraktion sprach sich deshalb unter anderem für die Zielsetzung aus, Preetz bis 2030 zu einer klimaneutralen Kommune zu entwickeln und die Bürger aktiv einzubinden, etwa bei der Aufforstung eines „Bürgerwaldes“. Vor allem aber forderte sie die Verwaltung und alle politischen Gremien dazu auf, den Fragen des kommunalen Klimaschutzes künftig „bei jeder Entscheidung ... allerhöchste Priorität einzuräumen“.

Aktive Beteiligung der Bürger in Preetz erforderlich 

Die Grünen-Fraktion folgte dieser Intention, hielt aber die letztgenannte Aufforderung für noch zu unkonkret und beantragte als Ergänzung, dass künftig alle Planungsbüros, die in städtischem Auftrag Bebauungspläne oder Verkehrskonzepte erarbeiteten, darlegen sollten, welche Auswirkungen die geplanten Objekte auf Ausstoß und Aufnahme von Treibhausgasen hätten und mit welchen Maßnahmen dem Klimawandel begegnet werden könne. Um ein koordiniertes Vorgehen zu gewährleisten, wurde mit dem fraktionsübergreifenden Antrag schließlich beschlossen, dass der Haupt- und Finanzausschuss gemeinsam mit der Verwaltung und der Klimaschutzmanagerin ein Leitbild mit dem Ziel entwickelt, bis 2030 ein klimaneutrales Preetz zu schaffen.

Am Mittwoch werden erste Schritte diskutiert

„Die fraktionsübergreifende Einigkeit ist gerade bei diesem entscheidenden Thema sehr wichtig und wir wollen alles dafür tun, unser Profil als Klimaschutzkommune weiter zu schärfen. Tatsache ist aber auch, dass das nicht ohne die aktive Beteiligung der Bürger gelingen wird“, betonte der Bürgermeister. So seien die Preetzer beispielsweise gefragt, sich beim Mobilitäts- sowie beim Radverkehrskonzept und deren Umsetzung einzubringen, die Preetzer Bürger Energiegenossenschaft, die Nahwärmeprojekte realisieren will, oder das Modernisierungsbündnis, bei dem es um mehr Energieeffizienz auch von privaten Gebäuden geht, aktiv zu unterstützen.

Erste Schritte zum Entwurf des Leitbildes werden auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch, 11. September, ab 19 Uhr im Preetzer Ratssaal diskutiert.

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