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Plön Die Geschichte der Prinzeninsel
Lokales Plön Die Geschichte der Prinzeninsel
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20:00 06.05.2019
Von Anja Rüstmann
Aus der Zeit, als die Prinzen hier ausgebildet wurden, stammt die lateinische Inschrift über der Eingangstür des Niedersächsischen Bauernhauses auf der Plöner Prinzeninsel. Sie bedeutet: Nichts Besseres gibt es, nichts dem freien Manne Würdigeres, als den Landbau. Quelle: Anja Rüstmann
Plön

1868 wurde das Plöner Schloss zur Kadettenanstalt – so hatte es König Wilhelm I. bestimmt. Die ersten 100 Kadetten im Alter von elf bis 13 Jahren zogen am 1. Mai ein. Später waren hier 160 Kadetten untergebracht. Im Jahr 1896 entschloss sich Kaiser Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser, seinen beiden ältesten Söhne Wilhelm und Eitel Friedrich eine geistige und militärische Ausbildung zu geben, die möglichst wenig von den vielen Ablenkungen am Hofe unterbrochen wurde. Die Wahl fiel auf das ferne Plön. Nicht zuletzt, weil seine Gattin Kaiserin Auguste Viktoria aus dem Hause Schleswig-Holstein-Augustenburg hier ihre Heimat hatte. Zu ihren Ahnen gehörten auch die Plön Herzöge des 17. und 18. Jahrhunderts.

Rokokoschlösschen für die Prinzen allein

Da die Prinzen aber nicht gemeinsam mit den Kadetten untergebracht sein sollten, wurde das Rokokoschlösschen am Eingang des Schlossparks umgebaut und durch zwei Seitenteile vergrößert. Es heißt heute noch Prinzenhaus. Neben dem Unterricht und einer sportlichen Ausbildung erhielten sie auch eine Einführung in die Landwirtschaft auf ihrer „Farm“, dem heutigen Niedersächsischen Bauernhaus auf der Prinzeninsel. Das war bereits 1693/94 als Wohnhaus gebaut worden. Auch die vier nachfolgenden Söhne des Kaisers wurden in Plön erzogen. Prinz Adalbert von 1898 bis 1901, Prinz August Wilhelm von 1901 bis 1905, Prinz Oskar von 1901 bis 1906 und Prinz Joachim von 1904 bis 1910. Nach Prinz Joachims Abgang wurde die Prinzenschule aufgelöst.

Im Besitz des Hauses Hohenzollern

Die Prinzeninsel ist aber noch heute im Besitz des Hauses Hohenzollern. Sie ist etwa zwei Kilometer lang, zum Teil nur etwa 30 Meter breit, am Ende weit ausladend mit vier Koppeln und dem niedersächsischen Bauernhaus, das heute als Gaststätte betrieben wird. An der Spitze der Insel steht ein Pavillon am „Lieblingsplatz der Kaiserin“. Ansonsten ist die Insel überwiegend bewaldet. Auf der Insel befindet sich auch ein Freibad auf der Westseite, das ehemalige Prinzenbad. Für den motorisierten Verkehr ist sie gesperrt, um Natur und Besuchern ausreichend Ruhe zu gewähren.

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