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Plön Betreiber will Hafen Lippe verkaufen
Lokales Plön Betreiber will Hafen Lippe verkaufen
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13:51 25.01.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Das Seenotrettungsboot "Woltera" kann wegen einer Sandbank den Sportboothafen Lippe nicht verlassen. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Behrensdorf/Hohwacht

"Das Baggern ist vorbei", sagte von Waldersee auf Anfrage. Wie berichtet, hatte das Land zur Auflage gemacht, die Fahrrinne von einem Ingenieur berechnen zu lassen. Zusammen mit einer Analyse des Baggerguts hätte das schätzungsweise 20000 Euro gekostet. "Ich kann das nicht bezahlen." Die Ostsee spült regelmäßig die Sandbank auf, die vor der eigentlichen Hafeneinfahrt liegt.  Ohne Ausbaggerung  können sie nur noch Boote mit einem geringen Tiefgang passieren und in den Hafen gelangen. In der Vergangenheit hatte das Land die Ausbaggerungen geduldet ohne weitere Analysen und Berechnungen. Laut von Waldersee haben ein halbes Dutzend Investoren Interesse an einer Übernahme des Hafens.

Größere Schiffe bleiben eingesperrt

Betroffen von der Situation sind das Boot "Woltera" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und  mehrere Fischerboote, die wegen der Sandbank nicht mehr auslaufen können. Auch die größeren Segelboote des Yachthafens, die bis zu Saisonbeginn noch an Land liegen, dürften die Sandbank nicht passieren können und müssten auf andere Häfen ausweichen.

DGzRS hält trotz allem am Standort Lippe fest

Für die Seenotrettung in der Hohwachter Bucht entsteht durch die Situation eine große Rettungslücke. Die nächsten DGzRS-Stationen liegen in Laboe und Heiligenhafen. Die Anfahrt der Schiffe dauert bei guter See etwa eine Stunde. Die Rettung von Menschen in Seenot verzögert sich dadurch erheblich. "Wir hoffen auf eine schnelle Lösung", sagte DGzRS-Sprecher Ralf Baur. Man halte aber am Standort Lippe fest.

"Hafen wichtig für den Tourismus"

Hohwachts Bürgermeister Karsten Kruse spricht von einer "schlimmen Situation" für die Region. Der Hafen sei wichtig für den Tourismus. Es hingen Existenzen von Menschen am Hafen, zum Beispiel die der Fischer und der Beschäftigten im Imbiss und Restaurant auf dem Hafengelände. Er werde das Gespräch mit Franz Graf von Waldersee suchen und einen schnellen Verkauf des Hafens unterstützen.

Eigentlich schien eine Lösung gefunden

Nach Gesprächen mit Bürgermeistern, Mitarbeitern des Umweltministeriums und Vertrauten des Hafenbetreibers in der vergangenen Woche schienen die Probleme aus dem Weg geräumt. Die Behörden sagten schnelle Genehmigungen zu. Das Baggergut hätte an Stränden in der Hohwachter Bucht ausgebracht werden können. Mit der Weigerung des Grafen, die Kosten zu tragen, sind diese Lösungen vorerst vom Tisch.

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