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Plön Neue Rettungswache nimmt Betrieb auf
Lokales Plön Neue Rettungswache nimmt Betrieb auf
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18:08 12.11.2019
Von Silke Rönnau
Die neue Rettungswache in Preetz wurde offiziell eingeweiht. Von diesem Standort werden rund 40000 Menschen im Kreis Plön versorgt. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Im September 2018 wurde der Grundstein für den Neubau neben der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Preetz gelegt, im März 2019 das Richtfest gefeiert, berichtete Landrätin Stephanie Ladwig. "Und heute sehen wir eine moderne Rettungswache vor uns, durch die die Mitarbeiter ihrer Aufgabe noch ein bisschen besser gerecht werden können."

Rettungsdienst fährt 8500 Einsätze pro Jahr

Das sei auch im Hinblick auf die Entwicklung des Rettungsdienstes erforderlich. Vor 30 Jahren sei man zu drei Einsätzen in 24 Stunden ausgerückt. Im vergangenen Jahr seien es bereits 7113 Einsätze, also über 19 pro Tag, gewesen, so Ladwig. Und für 2019 erwarte man hochgerechnet sogar 8500 Einsätze. "Der Trend zeigt also weiter nach oben."

Das liege nicht daran, dass die Menschen häufiger krank seien als früher, sondern vor allem am demografischen Wandel. Die zunehmende Zahl älterer Menschen lasse die Zahl der Notfälle steigen.

Rollende Intensivstationen mit modernstem Equipment

Wichtig seien deshalb auch Ausrüstung und Ausbildung. Statt der Pkw mit Rettungstasche rückten jetzt fünf Tonnen schwere Rettungswagen als rollende Intensivstationen mit modernstem Equipment aus. Und während es früher nur den Rettungssanitäter gegeben habe, seien es mittlerweile drei Berufsfelder mit Rettungssanitäter und -assistent sowie Notfallsanitäter.

Die Landrätin hob hervor, dass der Kreis beim Neubau gleich einen möglichen Mehrbedarf berücksichtigt habe. So seien vier Stellplätze für Reserve-Fahrzeuge groß genug, um sie auch als reguläre Stellplätze nutzen zu können. Und man habe einen separaten Raum für die persönliche Schutzausrüstung eingeplant, was zunächst nicht in der DIN-Vorschrift vorgesehen gewesen sei. Der Kreistag habe aber einer Eigenfinanzierung zugestimmt, bedankte sie sich.

Die Kosten für den Neubau seien von geplanten 4,1 Millionen auf 4,8 Millionen Euro gestiegen, dafür könnten aber die Rettungswachen-Stützpunkte in Schwentinental und in der Preetzer Mühlenstraße eingespart werden, die vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen zu klein geworden seien. "Um die Notfallversorgung der Bürger im Kreis Plön ist es gut bestellt", freute sie sich.

Leyk: Gute Versorgung gewährleistet

"Einen Großteil der Kosten bekommen wir über die Krankenkassen ja refinanziert", betonte Kreispräsident Stefan Leyk. Eine Stärkung des ländlichen Raums sei aus seiner Sicht sehr wichtig: "Eine gute Versorgung der Bevölkerung sollte nicht nur in den großen Städten gewährleistet sein."

Leyk nannte noch einige Eckdaten zum Gebäude, das 1500 Quadratmeter groß sei und damit nicht nur die Fahrzeughalle, sondern auch einen Schulungsraum für 20 Personen, zehn Ruheräume, einen Bereitschaftsraum inklusive separater Küche, zwei Büros für die Verwaltung und weitere Nebenräume beinhalte. Entstanden sei auch ein neues Hauptlager für medizinisches Verbrauchsmaterial.

Ladwig und Leyk griffen anschließend gemeinsam mit Hermann Bölting, Geschäftsführer der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, zum Spaten, um gemeinsam als Symbol für zukunftsorientiertes Handeln eine Eiche neben dem neuen Gebäude zu pflanzen.

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