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Plön In Boksee soll Neubaugebiet entstehen
Lokales Plön In Boksee soll Neubaugebiet entstehen
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15:05 20.06.2019
Von Silke Rönnau
Einige Bokseer äußerten in der Einwohnerversammlung die Befürchtung, dass die Kastanienallee zu eng für zusätzlichen Verkehr durch ein neues Baugebiet (auf der Fläche rechts) sein könnte. Quelle: Silke Rönnau
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Boksee

„Das ist noch nicht in Stein gemeißelt“, betonte Marvin Wilke vom Büro B2K ausdrücklich, als er die mögliche Grundstücksaufteilung im Dorfgemeinschaftshaus vorstellte. Der Entwurf sah zwei Bauflächen südlich der Dorfstraße, die nach hinten stark abfallen, sowie zwei Grundstücke links von der Einmündung Kastanienallee und drei bis vier rechts davon vor.

An der Kastanienallee folgen drei weitere Flächen. Auf der Schweinekoppel könnten sieben Gebäude entstehen. Insgesamt ist das Gebiet 21 500 Quadratmeter groß.

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Wendehammer mit Durchmesser von 22 Metern

Mit den Eigentümern habe man bereits in der vergangenen Woche gesprochen. Bei dem Bebauungsplan handele es sich um ein sogenanntes beschleunigtes Verfahren für den Außenbereich, um den Gemeinden den Ablauf für die Abrundung ihres Ortes zu erleichtern. Die Eigentümergemeinschaft trage die Kosten für den Bebauungsplan.

Die Holzhackschnitzelheizung auf der Schweinekoppel bleibe bestehen, so Wilke. Der Baugrund im mittleren Bereich eigne sich nicht so gut für eine Bebauung, deshalb solle dort ein Wendehammer mit einem Durchmesser von 22 Metern entstehen, damit dort auch Müllfahrzeuge hinein- und hinausfahren könnten. Die sieben Grundstücke sollen rundherum angeordnet und über eine Straße von Norden erschlossen werden.

Nur Einfamilienhäuser zulässig

Geplant seien nur Einfamilienhäuser mit Vollgeschoss und ausgebautem Dachgeschoss. Man könne die Anzahl der Wohneinheiten festsetzen, sodass klassische Einliegerwohnungen möglich seien. Außerdem soll ein zentraler Müllsammelplatz angelegt werden. Pro Grundstück seien zwei Stellflächen vorgesehen, weitere sechs bis acht öffentliche Parkplätze werden am Wendehammer eingeplant.

Als nächste Aufgaben stünden die Lage- und Höhenvermessung, die nächste Woche startet, sowie Umweltprüfung, artenschutzrechtliche und hydraulische Untersuchung zur Entwässerung an. Letztere sei besonders wichtig wegen der zunehmenden Starkregenfälle. „Der Niederschlag soll nach Möglichkeit auf den Grundstücken versickern“, erklärte Wilke.

"Im Idealfall hat man Ende 2020 Baurecht"

Gegebenenfalls folgten auch noch ergänzende Baugrunduntersuchungen sowie Schall- und Geruchsgutachten. „Im Idealfall hätte man Ende kommenden Jahres Baurecht.“

Ein Zuhörer merkte an, dass die Kastanienallee sehr schmal sei. Er bezweifelte, dass sie die zusätzlichen Fahrzeuge aufnehmen kann. Wilke sagte, dass man den Querschnitt wegen der Bäume nicht verbreitern könne. Deshalb müsse noch geprüft werden, wie stark der Verkehr zunehme.

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