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Plön Wo sind die dicksten Meereskartoffeln?
Lokales Plön Wo sind die dicksten Meereskartoffeln?
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15:30 21.09.2017
Von Thomas Christiansen
Vor dem Naturfreundehaus steht die Holzkiste mit den Kartoffeln, die im Treibsel gepflanzt wurden. Quelle: privat
Schönberg

„Das ist doch ein tolles Material“, meint Katrin Wohlrab vom Naturfreundehaus Kalifornien in Schönberg. Auch sie bedauert, dass es bislang oft „rumliegt und den Leuten lästig ist“ statt verwertet zu werden. Vor allem der kürzlich verstorbene Umweltpädagoge Ronald Dold hatte sich für das Projekt eingesetzt. Er kannte die Seegraskartoffeln bereits aus Portugal, wo ihr Anbau verbreitet ist. Mit der Sorte Rosara nimmt das Naturfreundehaus am Wettbewerb teil und hofft auf den Sieg beim Erntefest zum Abschluss am Donnerstag, 28. September, im Naturfreundehaus.

Das wie berichtet im Februar in Schönberg gegründete Projekt Posima (Pilotregion Ostseeküste: Initiierung einer Wertschöpfungskette für Treibsel und Seegras als Maßnahme zur Anpassung an den Klimawandel“) der Universität zu Kiel und das Ostsee-Info-Center in Eckernförde hatten im April alle Ostseegemeinden dazu aufgerufen, jeweils neun Kartoffeln in Treibsel zu pflanzen. Die drei Gemeinden mit den besten Ergebnissen erhalten ihre Ernte-Erträge am 28. September in Form von Kartoffelschnaps aufgewogen.

Vor allem im Winter werden die Ostseestrände mit Treibsel, überwiegend Seegras und Algen, überschwemmt. Das deute auf ein intaktes Ökosystem der Ostsee hin, erklärt Sandra Enderwitz von Posima. Seegraswiesen seien Kinderstuben für den Fischnachwuchs und speicherten Kohlendioxid. Posima möchte die Nutzung von Treibsel als wertvolle Naturressource fördern.

Außer Schönberg nehmen im Kreis Plön am Wettbewerb auch Laboe, Heikendorf, Hohenfelde und Wendtorf teil. Der Wendtorfer Bürgermeister Claus Heller nennt den Wettbewerb eine „gute Sache“, denn so werde gezeigt, dass man das Seegras verwerten kann. Für das Team im Naturfreundehaus ist das Thema nach der Siegerehrung nicht beendet. Auch 2018 sollen wieder Meereskartoffeln gepflanzt werden. Und überlegt wird bereits, künftig Kissen für die Übernachtungsgäste mit Seegras zu füllen.

Eine 35 Jahre alte Frau ist bei einem Unfall auf der Bundesstraße 404 bei Stolpe (Kreis Plön) am Mittwochabend schwer verletzt worden.

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Vielleicht schon 2019 könnte es im Hafen von Laboe schwimmende Häuser geben. Der Bauausschuss war zumindest sehr angetan von den den „Floating Homes“, die das Matthäi Bauunternehmen nahe des Jachthafens Baltic Bay errichten möchte. Zugestimmt wurde auch der Planung neuer Wohnflächen im Oberdorf.

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