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Plön Fähre rammt Segelboot in Möltenort
Lokales Plön Fähre rammt Segelboot in Möltenort
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11:07 07.08.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Kurz nach dem Ablegen kollidierte die Fähre in Möltenort mit einem Segelboot. (Archivbild) Quelle: Andrea Seliger
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Möltenort

Nur eine Minute nach dem Ablegen rammte die Passagierfähre „MS Heikendorf“ ein Segelschiff. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Ein älteres Ehepaar, das auf der rund zehn Meter langen Segeljacht vor Heikendorf unterwegs war, hatte nach der Kollision jedoch diverse Schäden – hauptsächlich Schrammen – an ihrem Boot zu beklagen, allesamt auf der Backbordseite.

Den genauen Schaden konnte Polizeisprecher Björn Gustke nicht beziffern. „Das Segelboot hat noch versucht, auszuweichen, dadurch konnte eine schlimmere Kollision vermieden werden“, sagte er. Ein Leck sei nicht entstanden. Die Jacht steuerte nach kurzer Zeit den Hafen zur Unfallaufnahme an, die unbeschädigte Fähre fuhr weiter in Richtung Laboe. Schuld an dem Unfall sei mutmaßlich der Kapitän der „MS Heikendorf“, die zur Flotte der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) gehört. Gegen ihn wird ermittelt wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs. Die Polizei geht davon aus, dass der Kapitän den Segler übersehen hat. Maschinenfahrzeuge müssten in der Regel Segelschiffen ausweichen, so Gustke. Das Verfahren sei aber noch nicht abgeschlossen, betont er. Vier Beamte der Wasserschutzpolizei waren im Einsatz, unter anderem mit dem Schlauchboot „Kieholm“.

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Bei Windverhältnissen wie am Sonnabend können Segelboote ein hohes Tempo erreichen. Dass schwere Kollisionen allerdings oft vorkämen, kann Ludwig Ehlenberger von der Möltenorter Seglerkameradschaft nicht bestätigen. Er nimmt die Kapitäne in Schutz: „Sie nehmen Rücksicht.“ Kritisch sieht Renate Schmidt vom Vorstand des Heikendorfer Yacht Clubs eher die große Zahl an Stand-up-Paddlern am Möltenorter Hafen. „Die sind sehr wagemutig, das sehe ich durchaus als Problem.“ Es komme zu unübersichtlichen Situationen. Die SFK teilt dazu auf Anfrage mit: An schönen Sommertagen werde die gesamte Förde von einer Vielzahl verschiedenster Wassersportler genutzt wie Segler, Stehpaddler, Badende – das Führen eines Fördeschiffs sei dann „noch anspruchsvoller als sowieso schon“. Trotzdem komme es zu vergleichbaren Unfällen „sehr selten“, nur ein bis zweimal im Jahrzehnt. Wird die SFK Konsequenzen aus dem Unfall ziehen? Erst wolle man die Ermittlungen abwarten, dann werde man das Ergebnis bewerten, heißt es.

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