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Plön 220 Soldaten feierlich vereidigt
Lokales Plön 220 Soldaten feierlich vereidigt
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17:42 18.05.2017
Von Sandra Brinkmann
Antreten auf der Reitbahn (im Vordergrund Hauptbootsmann Sven Ambelang mit der 5. Inspektion) in der Patenstadt Plön. 2013 hatte die Ratsversammlung die Übernahme der Patenschaft für die MUS beschlossen – nach allerdings schon 53 Jahren „wilder Ehe“. Vereidigungszeremonien in der Plöner Innenstadt habe eine lange Tradition.
Plön

Mit 985 Kilometern hatte die Mutter von Matrose Ludwig Dirler, Eva Dirler, aus Aschau im Chiemgau die weiteste Anreise zur Zeremonie in Plön, bei der dieses Mal auch Anwärter der Schule Strategische Aufklärung aus Flensburg ihren Eid ablegten.

„Ich selbst diene seit mehr als 40 Jahren in der Bundeswehr, an Bord von Booten, in Stäben, Ämtern und im Ministerium. Ja, ich habe schlechte Führung und fehlende Haltung erlebt, auf allen Ebenen. Nicht nur früher, sondern auch heute. Aber das waren und sind einzelne Fälle! Und sie wurden und werden geahndet und abgestellt. Ein generelles Problem kann ich nicht erkennen“, sagte Kapitän zur See Matthias Kähler, Kommandeur der MUS. In seiner Rede griff er das derzeit thematisch wohl heißeste Eisen in Bezug auf die Bundeswehr auf. Er forderte die jungen Soldaten auf: „Lassen Sie uns gemeinsam unsere Werte verteidigen.“ Vertrauen und Verantwortung seien die Grundlage guter Führung.

Fregattenkapitän Stefan Klatt mahnt Vertrauen an

Vertrauen in sich selbst, in die Kameraden und in die Vorgesetzten, das sei das, was unterm Strich wichtig ist, gab Fregattenkapitän Stefan Klatt, den Soldaten unter anderem mit auf den Weg. Wenn sich nun der eine oder andere frage, warum man für ein Volk, bei dem man höchstens mit einer 50 bis 70-prozentigen Zustimmung rechnen könne, zu 100 Prozent tapfer verteidigen soll, dann antworte er mit Gelassenheit: „Das ist mehr als jede Partei in Deutschland bekommt. Außerdem sind mir 50 Prozent wahrer Respekt lieber als 100 Prozent Respekt begründet in Angst.“

Bürgervorsteher Dirk Krüger untermauerte die Wichtigkeit der Bundeswehr zur Verteidigung des freiheitlich-demokratischen Staates und unterstrich an die Soldaten gerichtet:  „Sie können darauf vertrauen, dass Ihre Einsätze ausschließlich dem Erhalt von Recht und Freiheit dienen.“

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