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Plön Mehr Lebensraum für die Natur
Lokales Plön Mehr Lebensraum für die Natur
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19:00 23.01.2017
Von Nadine Schättler
Im Stiftungsland Schwentinental schauen Agraringenieurin Heike Henning und Wildtierökologe Moritz Ott von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, wie sich die neun Hektar große Feuchtwiese entwickelt. Quelle: Nadine Schättler
Schwentinental

Feuchtwiesen bieten einer Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen: Die Bekassine, ein Schnepfenvogel mit langem Schnabel, der zur Brutzeit Moore und feuchtes Grünland aufsucht, wurde von den Naturschützern beobachtet. Auch Seeadler haben sie beim Überflug gesichtet. „Wir sind gespannt, welche Arten im Frühling hierher finden werden“, sagen Heike Henning und Moritz Ott von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Denn die Entwicklung der Feuchtwiese mit einer struktur- und abwechlsungsreichen Vegetation braucht Zeit: Was vorher intensiv genutzte Landwirtschaft war, soll durch die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushaltes dauerhaft zu einem wertvollen Lebensraum etwa für Amphibien wie den Moorfrosch oder den Kammolch werden. Aber auch feuchtliebende Pflanzen wie die Sumpfdotter-Blume und das Wiesenschaumkraut siedeln sich im Grünland gerne an, ebenso Vogelarten wie das gefährdete Braunkehlchen oder der Neuntöter. „Wir bieten den Tieren hier praktisch das Rundum-Sorglos-Paket“, erklärt Heike Henning. Neben Laichgewässern für das Frühjahr haben die Projektentwickler auch an Überwinterungsmöglichkeiten gedacht und aus Findlingen Steinhügel mit kleinen Grassoden geschaffen.

 Zur Freude der Naturschützer konnte die vorhandene Feuchtwiese jetzt um eine rund einen Hektar große Fläche angrenzend erweitert werden. Direkt an der B202 wird auf dem neuen Areal an einem alten Gewässergrund ein weiteres Kleingewässer angelegt. „Der Vorteil ist, dass es dort einen alten Samenstand gibt“, erläutert Wildtierökologe Moritz Ott, der sich durch die Wiederherstellung des Lebensraumes die Ansiedlung zahlreicher, auch gefährdeter Tierarten erhofft. Noch in dieser Woche sollen die Baggerarbeiten auf der neuen Fläche abgeschlossen und Zäune für die Rinder zum langfristigen Erhalt des Feuchtbiotops errichtet sein. Spätestens ab Mai sorgen Schwarz- und Rotbunte auf der gesamten, etwa zehn Hektar großen Fläche im Stiftungsland Schwentinental dafür, dass der Lebensraum in direkter Nähe zur Schwentine nicht verbuscht. „Wir haben hier ein kleines Schätzchen, weil man auf kleinem Raum so viel machen kann“, sagt Heike Henning.

 Insgesamt kümmert sich die Stiftung Naturschutz landesweit um rund 35000 Hektar Flächen, auf denen sie 1600 Gewässer für einen vielfältigen Lebensraum neu angelegt hat. Das Projekt in Schwentinental konnte mit der finanziellen Unterstützung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Kooperation mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume umgesetzt werden.

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