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Plön Überraschung: Alarm zum Abschied
Lokales Plön Überraschung: Alarm zum Abschied
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17:08 08.02.2020
Von Silke Rönnau
Eine "verletzte" Person wird aus der verqualmten Scheune getragen. Quelle: Silke Rönnau
Krummbek

Aus Altersgründen darf der 62-Jährige bei der Wahl in der Jahreshauptversammlung am 21. Februar nicht mehr antreten. „Wir haben gedacht, wir können ihn doch nicht so einfach gehen lassen“, erklärt Gruppenführer Frederik Schröder schmunzelnd, der die Alarmübung gemeinsam mit Thorsten Löwel und Michael Wessel organisiert hat.

Mit einem kleinen Feuer fängt es an

„Wir starten mit einem kleinen Feuer“, erläutert Löwel. Ihr Plan: Das große Fahrzeug der Krummbeker Wehr fährt los, das kleinere mit dem Wehrführer fährt hinterher.

Dann geben sie durch, dass das Feuer auf die Scheune übergegriffen hat und vier Personen in den zwei Räumen des Gebäudes vermisst werden. „So bekommt der Wehrführer noch mal einen Adrenalinstoß“, freut sich Löwel, dessen Ehefrau während der Übung schon Essen und Getränke ins Feuerwehrhaus bringt.

Haasler hört die Sirene zunächst gar nicht

Doch Haasler hört die Sirene zunächst gar nicht, denn er arbeitet mit Ohrenschutz und Motorsäge im Garten. Seine Frau sagt ihm Bescheid, er flitzt los.

Später gesteht er, dass die Überraschung gelungen ist. Erst als die Meldung mit den vermissten Personen kommt, schwant ihm langsam, dass es eine Übung sein könnte.

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Alarmiert werden auch die Nachbarwehren aus Schönberg, Bendfeld, Höhndorf, Gödersdorf und Stakendorf. Die Wasserversorgung wird aufgebaut, ein Trupp Atemschutzgeräteträger rückt in die mit einer Nebelmaschine verräucherte Scheune vor. Eigentlich sollten zwei Nebelmaschinen eingesetzt werden, doch die eine ist kaputt, erzählt Schröder.

Unter den „Vermissten“ befindet sich auch der Sohn des Wehrführers, der früher selbst Mitglied der Krummbeker Wehr war, bevor er nach Hamburg zog.

Fahrzeuge der Nachbarwehren in der Ortsdurchfahrt

Nach kurzer Zeit ist die Ortsdurchfahrt Krummbek vollgestellt mit Feuerwehrfahrzeugen. Nach einer halben Stunde sind alle Personen gerettet und das Feuer gelöscht.

„Ich bin zufrieden mit der Truppe, wir hatten schnell Wasser vorne und die nachrückenden Wehren waren sehr schnell da“, zieht Schröder Bilanz. Auch Haasler hat nicht viel anzumerken: „Es gibt immer ein paar Kleinigkeiten, aber die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren klappt wunderbar.“

Hochwasser besonders im Gedächtnis geblieben

Hat er in den vergangenen 18 Jahren als Wehrführer ein herausragendes Ereignis gehabt, das ihm besonders im Gedächtnis geblieben ist? Er nickt. „Kein Feuer, sondern das Hochwasser 2002“, erzählt er.

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Damals seien alle Kräfte am Strand gewesen. „Und wir mussten hier gucken, dass wir mit den eigenen Ressourcen auskommen.“ Man habe sich von den Landwirten Pumpen ausgeliehen – und später die Ausrüstung der Wehr erweitert.

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Alarmübung der Feuerwehr Krummbek

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