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Plön Wie wird die Sollstärke berechnet?
Lokales Plön Wie wird die Sollstärke berechnet?
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08:59 20.08.2019
Von Silke Rönnau
Die Sollstärke einer Feuerwehr berechnet sich nach den Sitzplätzen in den Fahrzeugen. Die Ausstattung mit Fahrzeugen wiederum hängt mit den Risikopunkten in einer Gemeinde zusammen. Quelle: Christian Detlof/Archiv
Preetz

Gefahren- und RisikopunkteZunächst wird festgestellt, welche Gefahrenpunkte in der zu bemessenden Gemeinde vorhanden sind und in welche Risikoklasse sie damit fällt. Zu berücksichtigen sind dabei zum Beispiel Beherbergungsbetriebe, Wald- und Moorgebiete, Großgaragen, Krankenhäuser, Alten-/Pflegeeinrichtungen, große Veranstaltungsräume und dergleichen. Nach Feststellung der Risikoklasse werden anhand der Einwohnerzahl die Risikopunkte ermittelt.

Fahrzeuge: Für jedes einsatztaktisch relevante Fahrzeug werden sogenannte Fahrzeugpunkte hinterlegt. Ziel ist es, die Einsatzwagen nach den Risikokriterien einer Gemeinde auszuwählen, damit sich Fahrzeug- und Risikopunkte die Waage halten. Wie viel Personal eine Feuerwehr vorhalten muss, richtet sich dann wiederum nach den Sitzplätzen der Fahrzeuge.

Beispiel: Die Freiwillige Feuerwehr Kirchbarkau hat aufgrund der Risikopunkte in ihrer Gemeinde ein Löschgruppenfahrzeug mit neun Sitzplätzen und ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit sechs Sitzplätzen. Diese 15 Sitzplätze bedeuten nach dem Erlass eine Personalgesamtstärke von 37 Mitgliedern. Die Feuerwehr hat zurzeit eine Ist-Stärke von 38.

Mindeststärke: Grundsätzlich hat eine kleine Feuerwehr eine Sollstärke von 27 aktiven Kameraden. Die Mindeststärke ist davon zwei Drittel, also 18 Mitglieder. Wird die Sollstärke um mehr als ein Drittel unterschritten, „ist in der Regel eine ausreichende persönliche Leistungsfähigkeit nicht mehr gegeben“, heißt es im Organisationserlass. Der Träger müsse die Leistungsfähigkeit dann gegebenenfalls durch eine Pflichtfeuerwehr sicherstellen.

Ausnahmen: Bei besonderen Bedingungen (zum Beispiel Größe der Gemeinde, Insellage) kann von den Personalstärken abgewichen werden. In diesen Fällen ist die Aufsichtsbehörde zu informieren sowie die Alarm- und Ausrückeordnung entsprechend anzupassen. Für den Kreis Plön sei ihm keine Gemeinde bekannt, auf die das zutreffe, erklärt der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes, Svante Lamprecht. Es gebe auch keine Wehr, bei der die Mindeststärke nicht erfüllt sei.

Mitgliederstatistik: Um den Bestand der Freiwilligen Feuerwehren macht sich der Kreisfeuerwehrverband Plön zurzeit keine Sorgen. „Wir können die Zahlen halten“, verweist Lamprecht auf die Statistik, die in den fünf Jahren von 2013 bis 2018 ein Plus von 25 auf 3192 Mitglieder aufzeigt. Aktuell leisten sogar 3196 Aktive mit einem Durchschnittsalter von 41,3 Jahren ihren Dienst. Der Frauenanteil beträgt 13,6 Prozent.

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