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Plön Fischerverein gibt nicht auf
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12:15 21.01.2020
Von Astrid Schmidt
Sebastian Schleicher (rechts) und Günter Grotzeck vom Fischerverein Stein-Wendtorf geben nicht auf. Sie wollen auf dem jetzigen Winterlagerplatz hinter dem Deich zwei Container aufstellen. Quelle: Astrid Schmidt
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Stein

Günter Grotzeck kämpft seit 2015 für den Bau zweier Container. Schon sein Vorgänger hatte gemeinsam mit dem Vorstand des Fischervereins die Idee entwickelt und war an den Genehmigungen gescheitert. In einem Container sollen Geschirr, Leinen, Material und Ausrüstung der Fischer Platz finden, in dem anderen könnte eine Art Büro und ein Anlaufpunkt geschaffen werden.

Fischerverein will keinen Fremdkörper in der Landschaft

„Wir haben kein Vereinsheim, wir haben nur das Bojenfeld. Mit den Containern könnten wir dort auch Besuchern unser Handwerk näherbringen, über die Fischerei informieren, zeigen, wie Netze geknüpft wurden und vieles mehr“, erklärte der Vorsitzende. Mithilfe von Sebastian Schleicher, Vereinsmitglied und Bauleiter einer großen Firma, wurden Zeichnungen und Unterlagen angefertigt. Einen Fremdkörper in der Landschaft, wie der des Stromversorgers am Deichübergang, wolle man dort nicht schaffen. Die Container sollen mit maritimen Motiven gestaltet werden. Die Unterkunft könnte ähnlich denen von „Dreas Bude“ hergerichtet werden, die nun im Zuge der Promenadengestaltung in Wendtorf weichen muss. „Die Gestaltung machen wir in Eigenleistung, das wird richtig schick“, versprechen die Fischer.

Die meisten Behörden hat der Fischerverein ins Boot geholt

Doch bevor es losgehen kann, haben etliche Behörden ein Wort mitzureden. Die meisten von ihnen, so berichtet Grotzeck, seien bereits mit im Boot. An vordererster Stelle das Land als Eigentümer der betreffenden Fläche. „Wir konnten mit unserem Konzept den Landesbetrieb für Küstenschutz vollkommen überzeugen. Dort hat man uns versichert, unser Anliegen zu unterstützen“, berichtete Grotzeck. Auch ein „informelles Treffen mit der unteren Naturschutzbehörde“ verlief positiv. „Auch dort unterstützt man uns unter der Voraussetzung, dass sich der Container vom Stil her in die Landschaft einpasst.“Auch das Amt Probstei habe keine Bedenken und in Sachen Entwässerung habe es Absprachen mit dem Abwasserzweckverband gegeben, so der Steiner.

Bürokratische Hürden erschweren das Ehrenamt

Die Mühen scheiterten bisher lediglich am Kreisbauamt. Dort hatte man die Unterlagen geprüft und unter anderem Angaben zur Statik nachgefordert. „Diese Frist haben wir leider nicht eingehalten“, räumt Schleicher ein. „Aber wir sind alles Ehrenamtler, die auch noch im Beruf stehen. Wir hätten erwartet, dass man uns noch einmal darauf hinweist.“ Nun müsse man das Antragsverfahren erneut in Angriff nehmen und habe wieder ein Jahr verloren. Schleicher betonte, hätten sich Architekten und Planer mit dem Vorhaben befasst, wäre das sicher nicht passiert. Doch dann käme der 120 Mitglieder zählende Verein auch nicht mit den eingeplanten rund 15.000 Euro Kosten für das Projekt aus. Auch Grotzeck sagte, die bürokratischen Hürden würden das ehrenamtliche Engagement erschweren.

Kreisbaubehörde: Verein war über Rechtsfolgen der Fristverstreichung informiert

Die Forderung der Kreisbaubehörde, die zunächst angedacht hatte, das Dach zwischen den Containern zu entfernen, sei bereits erfüllt. Auch die vorgegebene Entwässerung über eine Block-Rigole werde man aufnehmen. „Das Ganze zieht sich jetzt schon so viele Jahre hin. Jetzt bleiben wir auch am Ball und hoffen, dass es uns nun in diesem Jahr gelingt, die Genehmigung zu bekommen“, so Schleicher.

Wie die Kreisbaubehörde auf Nachfrage mitteilte, war der Verein über die Rechtsfolgen der Fristverstreichung mit Schreiben vom 9. September vergangenen Jahres informiert worden. Sollte der Verein einen neuen, vollständigen Bauantrag über die Gemeinde einreichen, werde die Genehmigungsfähigkeit der Container geprüft, so die Behörde.

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