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Plön Eine der größten Anlagen im Kreis Plön
Lokales Plön Eine der größten Anlagen im Kreis Plön
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09:36 19.10.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Fotovoltaik in Lütjenburg: Eine der größten Anlagen im Kreis Plön entsteht hier. Dittmer-Geschäftsführer Jörn Schlüter (links) und Bauingenieur Hebert Giese vor den großen Dachflächen. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Dittmer-Geschäftsführer Jörn Schlüter überlegte schon vor Jahren, in eigener Regie Solarpanelen zu installieren. Doch das rechnete sich nicht. Es fehlten ihm schlicht die Erfahrungen für ein Projekt in dieser Größenordnung. Die bringt jetzt der Partner mit ein, die TK Energy aus Königswinter bei Bonn.

Das Geschäftsprinzip ist einfach: Das Unternehmen mietet deutschlandweit Dächer und stellt Fotovoltaikanlagen darauf. In Lütjenburg treten sie nicht nur als Mieter auf, sondern bauen auch im Auftrag der Firma Dittmer Panele auf. Insgesamt investieren beide Partner rund 750 000 Euro.

Baumarkt Lütjenburg: Gabelstapler schon auf Elektro umgerüstet

„Solarstrom fand ich immer schon gut“, sagt Schlüter zu dem Projekt. Bereits vor einigen Monaten rüstete er die kleine Flotte der Gabelstapler auf Elektrobetrieb um. „Das ist sinnvoll wegen der bisherigen Lärmbelästigung der Nachbarn und der Kunden durch die herkömmlichen Stapler.“ Wenn die Solarpanele ab Februar erstmals Storm liefern, fahren die Stapler mit Öko-Strom. Die Beleuchtung im Laden ließ Schlüter auf sparsame LED-Technik umstellen. Auch sie leuchten ab Februar ganz öko.

Lange Lieferzeit: Transformator für Baumarkt Lütjenburg fehlt noch

Bis Mitte November sind Arbeiter damit beschäftigt, das alte Eternitdach abzutragen, durch Metallelemente zu ersetzen und die Solarplatten zu installieren. Mit Energieplatten eingedeckt werden der Baumarkt selbst und drei angrenzende Lagerhallen. Dann heißt es warten, bis der Transformator geliefert wird, der den Strom in das Netz einspeist. Die Lieferzeiten sind länger als erwartet. Der Transformator soll im Februar kommen.

Anlage rechnet sich für Baumarkt Lütjenburg in wirtschaftlicher Hinsicht mehrfach

Die Anlage rechnet sich wirtschaftlich in mehrfacher Hinsicht für die Firma Dittmer. Zum einen kassiert sie Miete von der TK Energy, zum anderen speist sie selbst Strom ins Netz ein und kassiert dafür Geld. Drittens nutzt Dittmer die Energie zum Beispiel für die Beleuchtung im Laden. Das spart Geld. Und mit Blick auf die Energiesteuer, die die Strompreise ansteigen lässt, spart das noch mehr. Schlüter: „Wir haben die Anlage aber schon vor der Diskussion um die Steuer geplant.“

Solardach auf Baumarkt Lütjenburg spart 300 Tonnen Kohlendioxid ein

Schlüter lässt auch eine Anzeige installieren, auf der der erzeugte Sonnenstrom abzulesen ist. „Ich finde solche Tafeln mit den Zahlen faszinierend und eine tolle Sache.“ Die Fotovoltaikanlage in Lütjenburg spart nach den Berechnungen 300 Tonnen Kohlendioxid ein, die sonst durch die Verbrennung von Kohle oder Gas in Kraftwerken entstanden wären.

Bauleiter ist der Ingenieur Herbert Giese, der in Berlin lebt, aber früher in der Gemeinde Hohwacht ansässig war und der Region bis heute verbunden ist. Er wirbt für das Modell mit der TK Energy und begeisterte auch Schlüter dafür. „Wenn mein Enkel mich fragt, was ich für den Umweltschutz getan habe, kann ich ihm einiges erzählen.“

Giese möchte weitere Sonnenstrom-Dächer in Lütjenburg

Giese kann sich sehr gut vorstellen, dass auf Dächern der öffentlichen Gebäude in Lütjenburg Fotovoltaikanlagen installiert werden, wenn die Dachausrichtung denn passt. Er möchte der Stadt dazu Vorschläge machen.

Wo viel Sonnenstrom, da auch Schatten. Schlüter beklagt ein umständliches Verfahren, bis ein Einspeisepunkt in das Netz gefunden wurde, obwohl eine Hauptleitung unmittelbar am Baumarkt vorbeiführt. Das könne man vereinfachen, sagt er.

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