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Plön Noch kein Anhaltspunkt für ein Motiv
Lokales Plön Noch kein Anhaltspunkt für ein Motiv
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15:34 11.04.2019
Von Sibylle Haberstumpf
In Preetz wurde eine Frau in einem Reihenhaus erstochen. Die Polizei ermittelt.. Quelle: Signe Hoppe
Plön

Im Fall der in Preetz erstochenen Jana M. sind noch viele Fragen offen. Polizei und Staatsanwaltschaft versuchen weiterhin, die Begleitumstände der Tat und insbesondere die persönliche Beziehung der Beteiligten zu beleuchten. „Wir haben weiter keine Anhaltspunkte für ein Motiv“, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Dienstag. Die Ermittlungen im Umfeld gestalteten sich „zäh“, so sein Eindruck.

Das Motiv des mutmaßlichen Täters liege weiterhin im Dunkeln, hieß es. Und da der Tatverdächtige weiter schweigt, gäbe es auch keinen neuen Sachstand, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler.

Der Flüchtling aus Afghanistan hatte sich am Sonnabend der Polizei gestellt und angegeben, die Frau in ihrer Reihenhauswohnung in der Lindenstraße in Preetz getötet zu haben. Er sitzt seit dem Wochenende wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.

Leidet der Tatverdächtige unter einer paranoiden Schizophrenie?

Bimler zufolge hat die Staatsanwaltschaft einen psychiatrischen Sachverständigen beauftragt, ein Gutachten über den Mann zu erstellen. Es gehe dabei um die Frage der Schuldfähigkeit, erklärte Bimler.

Nach KN-Informationen aus Polizeikreisen soll der 24-Jährige möglicherweise unter „paranoider Schizophrenie“ leiden. Unter Umständen war er zur Tatzeit vermindert schuldfähig, so die Staatsanwaltschaft.

Laut dem Obduktionsergebnis wurde die am Sonnabend in Preetz (Kreis Plön) tot aufgefundene Frau erstochen. Das Tatwerkzeug, ein Messer, fanden Ermittler in der Nähe der Leiche. Die 36-Jährige erlitt nach Angaben von Bimler mehrere Stichverletzungen.

Lesen Sie auch: Kriminalität in Schleswig-Holstein - Mehr Tatverdächtige aus dem Ausland

Frau aus Preetz und Afghane waren zeitweise ein Paar

Sicher ist mittlerweile, dass der Tatverdächtige und Jana M. aus Preetz eine „enge Beziehung“ gepflegt haben und zumindest zeitweise ein Paar gewesen sind. „Wie intensiv und wie lange das ging, können wir bisher nicht sagen“, sagte Bimler.

Unklar ist auch noch, wie und wo sich Opfer und Täter kennengelernt haben. Die Ermittler gehen weiterhin Berichten nach, wonach Jana M. sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert haben soll. Zumindest für die städtisch organisierte Flüchtlingshilfe, erfuhren die Kieler Nachrichten, sei dies jedoch sehr unwahrscheinlich.

Tatverdächtiger kam 2015 nach Schleswig-Holstein

Im Zuge der großen Flüchtlingswelle war der Tatverdächtige 2015 nach Schleswig-Holstein gekommen. In Preetz lebte er in einem gemieteten Zimmer. Zum Stand seines Asylantrags konnten die Behörden am Montag keine Angaben machen.

Die Behörden gehen auch Berichten nach, wonach das Opfer sich in ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert haben soll. Die beiden Kinder der Frau leben bei ihrem Vater.

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