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Plön Sprengstoff-Spürhunde im Einsatz
Lokales Plön Sprengstoff-Spürhunde im Einsatz
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15:29 04.01.2019
In Schönberg suchen Spürhunde nach Spuren. An Silvester starb dort eine Frau durch eine Schussverletzung. Quelle: Frank Peter
Schönberg

Nach dem Tod einer dreifachen Mutter (39) beim Silvesterfeuerwerk in Schönberg (Kreis Plön) hat die Polizei am Freitag die Spurensuche in der Goethestraße mit einer Hunderschaft Beamte, Metalldetektoren und Sprengstoff-Spürhunden fortgesetzt.

Gesucht werden Hülsen oder Munitionsreste im Umfeld des Tatortes, wie Polizeisprecherin Julia Bunge erläuterte. Auch die Befragungen von Anwohnern werde fortgesetzt. Die Polizeiaktion am Vortag habe noch keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Für die Staatsanwaltschaft steht jetzt fest, dass auf die 39-Jährige geschossen wurde. „Wir gehen inzwischen davon aus, dass die Frau durch eine Schussverletzung getötet worden ist“, sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Dies habe die ballistische Untersuchung der Metallsplitter, die aus dem Kopf der getöteten Frau entfernt wurden, ergeben.

Die ballistischen Untersuchungen seien nicht abgeschlossen. Zunächst war angenommen worden, dass die Metallsplitter von illegalen Böllern sind.

Schönberg: Motiv und Tatverlauf sind unklar

Polizei und Staatsanwaltschaft machten keine Angaben, welche Waffe und Munition für die Tat in Frage kommen. Über den Tatverlauf gebe es bisher keine Erkenntnisse, sagte Heß. Möglich sei eine fahrlässige oder sogar eine vorsätzliche Tötung.

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„Wir haben keine Variante, die wir favorisieren.“ Auch die Person, die den Schuss abfeuerte, sei unbekannt. „Es gibt noch keine heiße Spur“, sagte Heß.

Nach dem Zeugenaufruf haben die Staatsanwaltschaft und Mordkommission Kiel erste Hinweise erhalten. Diesen wird nun nachgegangen. Ob die Hinweise den oder die Täter überführen, ist noch völlig offen.

Spendenaktion für Familie in Schönberg

Der Tod der dreifachen Mutter, die in Schönberg in der Silvesternacht ums Leben kam, bewegt die Menschen überall in Schleswig-Holstein. Und viele wollen helfen. Daher sammelt der Verein „KN hilft“ in Abstimmung mit der Gemeinde Schönberg ab sofort Geldspenden für die betroffene Familie.„Wir begrüßen diese Initiative, denn das Bedürfnis zu helfen ist sehr groß. Das KN-Konto ist eine gute Möglichkeit, die Familie in dieser tragischen Situation zu unterstützen“, sagt Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kokocinski. Das Konto bei der Fördesparkasse lautet: KN hilft, Stichwort „Schönberg/Familie“, DE05 2105 0170 1400 2620 00. Auf Wunsch wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt, dafür wird die Angabe der Adresse benötigt.

Frau brach in Schönberg blutend zusammen

Die 39-Jährige aus Schönberg trat an Silvester kurz nach Mitternacht mit ihrem Mann und der Tochter vor die Tür ihres Reihenhauses in der Goethestraße, doch nach wenigen Minuten brach die Mutter von drei Kindern (eine siebenjährige Tochter und Zwillinge im Alter von einem Jahr) urplötzlich mit einer blutenden Wunde am Kopf zusammen und war nicht mehr ansprechbar.

Hier sehen Sie Bilder von den Ermittlungen in Schönberg.

Trotz einer Notoperation in einer Kieler Klinik verstarb sie noch am Neujahrstag 2019. Die Ärzte entdeckten dabei kleine Metallsplitter im Kopf der 39-Jährigen aus Schönberg, die die Frau augenscheinlich getötet hatten.

Schönberg nach Todesfall an Silvester unter Schock

Die Bewohner in der 6000-Einwohner-Gemeinde Schönberg sind geschockt, betonte am Donnerstag Bürgermeister Peter Kokocinski. Doch auf ihre Mithilfe kommt es an: Dass jemand mit irgendeiner Waffe um sich geschossen haben dürfte, könnte nicht unbemerkt geblieben sein – gerade in einem Wohngebiet.

Die Kieler Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Kiel suchen deshalb Zeugen des Vorfalls. Wer Silvester zwischen Mitternacht und etwa 0.30 Uhr in Schönberg im Bereich von Goethestraße, Herderstraße und Probsteier Allee jemanden beobachtet hat, der mit Waffen hantierte, solle sich mit der Kripo in Kiel unter Tel. 0431/160 3333 in Verbindung setzen.

Von KN/dpa

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