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Plön Aufnahmestopp möglichst vermeiden
Lokales Plön Aufnahmestopp möglichst vermeiden
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07:00 23.10.2017
Von Silke Rönnau
Mitarbeiterin Andrea Heitmann (links) unterhält sich im Wintergarten, der vor knapp einem Jahr angebaut wurde, mit zwei Bewohnerinnen. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Jede Menge schwarzer Striche zieren den Jahreskalender, den Andrea Heitmann zum Gespräch mitgebracht hat. „Das ist die Belegung vom Jahresanfang bis heute“, erklärt sie. Eine Auslastung von knapp 100 Prozent. Wer abgelehnt wird, muss weitersuchen. Die Mitarbeiterinnen und die Polizei hätten Zugriff auf eine gemeinsame Datenbank für Schleswig-Holstein und Hamburg, aber eine bundesweite Datenbank gebe es noch nicht, erklärt sie. „Wenn es keinen Platz gibt, müssen die Frauen erst mal bei Freunden und Verwandten unterkommen.“ Die Bewohnerinnen blieben oft über Monate: „Es wird immer schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden.“

Der Arbeitsaufwand steigt

Drei Teilzeitkräfte und eine Honorarkraft für die Buchhaltung seien für das Frauenhaus im Kreis Plön tätig, das von einem Verein betrieben wird. An diesem Personalschlüssel habe sich über all die Jahre nichts geändert. „Doch der Arbeitsaufwand hat sich immer mehr verdichtet“, sagt Andrea Heitmann.

Die Richtlinien für Frauenhäuser gingen von einer 85-prozentigen Belegung aus, wonach auch der Personalschlüssel berechnet sei. Mit der knapp 100-prozentigen Auslastung sei die Belastung für Mitarbeiterinnen stark gestiegen. „Wir müssen aufpassen, wir sind jetzt schon an der Grenze“, meint Andrea Heitmann. Deshalb habe man über den Frauenpolitischen Beirat den Antrag beim Kreis gestellt, einen Zuschuss für eine vierte Kraft zu gewähren, möglichst für 30 Stunden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Sozialausschuss entschieden, eine Entscheidung bis zur Haushaltsberatung zurückzustellen, teilte der Kreis mit.

Wohnzimmer als Schlafraum?

Beantragt wurde außerdem, dass der Kreis sich beim Land dafür einsetzt, dass die Zahl der Plätze im Frauenhaus Preetz von 15 auf 20 erhöht wird, um Aufnahmestopps möglichst zu vermeiden. Nach dem Anbau eines Wintergartens, den das Land im vergangenen Jahr finanziert hatte, könnte das bisherige Wohnzimmer zu einem Raum mit fünf Schlafplätzen umgebaut werden, meint Andrea Heitmann. Außerdem wurden der Kreis und Landrätin Stephanie Ladwig gebeten, sich für eine Änderung des Personalschlüssels von 1:6 auf 1:5 einzusetzen. Diesen Punkten stimmte der Sozialausschuss zu.

Sechs Stationen mussten die 20 Helferanwärter des Technischen Hilfswerks (THW) am Sonnabend in Preetz für ihre Grundausbildungsprüfung durchlaufen. Dafür waren sie aus dem südöstlichen Schleswig-Holstein und aus Wismar angereist.

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