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Plön Ein Jahr Naturerlebnis im Norden
Lokales Plön Ein Jahr Naturerlebnis im Norden
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10:22 23.08.2018
Von Isabelle Breitbach
Martha Göbner und Niklas Beermann (beide 18) sind für ein freies ökologisches Jahr (FÖJ) nach Plön gekommen. Seit Anfang August sind sie im Naturerlebnisraum Koppelsberg im Einsatz. Quelle: Isabelle Breitbach
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Plön

Seit Anfang August verbringen sie ein freies ökologisches Jahr, kurz FÖJ, im Naturerlebnisraum Koppelsberg. In direkter Nachbarschaft sitzt der Träger Koppelsberg. Er gehört zum Jugendpfarramt in der Nordkirche und verteilt seit mehr als 25 Jahren das Gros der FÖJler und die ökologischen Bundesfreiwilligendienstler (ÖBFDler) auf rund 100 Einsatzstellen in ganz Schleswig-Holstein. „Fast 1000 Bewerbungen haben wir für diesen Jahrgang bekommen – etwas weniger als im letzten Jahr“, erzählt Anja Schmitt. Die pädagogische Betreuerin kümmert sich um Einsatzstellen und Teilnehmer. Auch die Bewerbungen landen auf ihrem Schreibtisch: 122 haben es in diesem Jahr geschafft, einen FÖJ-Platz zu ergattern.

Von Hannover nach Plön auf die Weide

Bei Martha und Niklas passte das Gesamtpaket. Ihr „Orientierungsjahr“ wollten sie unbedingt im Norden verbringen. Drei Wunscheinsatzstellen konnten sie angeben, am Ende fiel die Wahl auf den Naturerlebnisraum Koppelsberg. Eine große Veränderung, denn beide kamen von weit her. Schleswig-Holstein-Fan Niklas zog es von Hannover nach Plön. 39 Stunden pro Woche verbringt er jetzt mit den Skudden auf der Weide, auf der Streuobstwiese oder im Garten, dazu plant er Aktionen mit Kindern zum Thema Umweltbildung.

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Neun Freiwillige leben neben der Einsatzstelle unter einem Dach

Einen noch weiteren Weg nahm Martha aus Donauwörth/Bayern auf sich, um vor dem Medizinstudium erst mal etwas ganz anderes zu machen: „Ich wollte mehr draußen in der Natur sein, mit mehr Bewegung.“ In Schleswig-Holstein sei das FÖJ am besten organisiert: „Da musste man sich um fast nichts mehr kümmern.“ Ihre Unterkunft ist gleich neben der Einsatzstelle. Eine geräumige Neuner-WG teilen Niklas und Martha mit anderen Freiwilligen. Morgens gleich ihre neuen Lieblinge zu besuchen, ist so kein Problem: In wenigen Wochen sind die Skudden schon ganz schön zutraulich geworden – trotz der unangenehmen Klauenpflege.

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