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Plön Alter Apfelgarten ist Historie pur
Lokales Plön Alter Apfelgarten ist Historie pur
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06:00 25.03.2019
Von Anja Rüstmann
Karl-Heinz Schröder (von links), Elisabeth Rübcke, Ursula Dähnhardt und Hans Georg Iden zeigen, dass erst vor wenigen Tagen eine Blütenhecke am Rand des Apfelgartens angepflanzt wurde. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Herzog Friedrich Carl hatte im 18. Jahrhundert einen Küchen- und Baumgarten anlegen lassen. 1841 rückte der Nutzgarten näher ans Schloss heran, und der dänische König Christian VIII nutzte die eingezäunte Fläche zwischen Siebenstern und Prinzeninsel als privaten Rückzugsort. Als die Preußen das Schlossgebiet übernahmen, setzten sie wieder Apfelbäume auf die Flächen. Irgendwann fiel der Garten in einen Dornröschenschlaf und verwilderte.

Wachgeküsst wurde er 2007 – vom Verein „Freunde des Plöner Prinzenhauses“. Zu tun ist auf dem 1,8 Hektar großen Gelände immer etwas.  Vor wenigen Tagen ist eine rund 60 Meter lange Blütenhecke direkt neben dem Wanderweg angelegt worden.

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142 Bäume stehen jetzt im Alten Apfelgarten

Als der Verein seine Gartenarbeit aufnahm, wurden rund 40 Bäume freigelegt, ihre Sorten von einem Pomologen bestimmt. Jetzt stehen 142 Bäume hier. Insgesamt sind es 64 historische Apfelsorten.

Das Gelände ist von der Stadt gepachtet

Bei der Gründung des Vereins  „Freunde des Plöner Prinzenhauses“ vor 20 Jahren war das alles so gar nicht geplant. Das zum Verkauf stehende Prinzenhaus sollte für die Öffentlichkeit erhalten werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sprang ein, die Verwaltung und Nutzung des Hauses wurde 2003 dem neu gegründeten gegründeten Verein „Prinzenhaus zu Plön“ übergeben. Und die „Freunde des Prinzenhauses“ hatten plötzlich Zeit und Muße, sich auch außerhalb des Rokokoschlösschens umzusehen. Die Idee der Sanierung und Nutzung des historischen Apfelgartens war geboren. Das Gelände auf der Halbinsel wurde von der Stadt gepachtet und Stück für Stück wieder hergestellt.

„Wir haben der Sache einen persönlichen Stempel aufgedrückt“, sagt Elisabeth Rübcke. Und mit jeder Menge Idealismus gedüngt. Die Saat ist aufgegangen.

Weitere Informationen, auch zu den Baumpatenschaften, gibt es im Internet unter www.prinzenhaus-apfelgarten.de

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