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Plön Wohin mit den Elterntaxis?
Lokales Plön Wohin mit den Elterntaxis?
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21:36 22.01.2020
Von Frida Kammerer
Hilke Ruge, Bürgermeister Heiko Voß, Sven-Marius Flügger vom Kreis Plön, Viktoria Wesslowski, Polizist Jens Hamann und Mutter Bettina Scharpenberg erkunden Laboe aus der Sicht eines Grundschülers. Quelle: Frida Kammerer
Laboe

Beim Fußverkehrs-Check handelt es sich in Laboe um ein Pilotprojekt der Kiel-Region. Der Aktion vorausgegangen war ein Workshop, in dem Bürger ihre Ideen einbringen konnten. So wurde eine Route mit sechs Haltepunkten entwickelt, die sich unter dem Aspekt der Fußgängersicherheit angesehen werden sollte. Ein großes Thema waren die Grundschüler und ihr täglicher Schulweg. Ist der Gehweg zu schmal? Gibt es genug Möglichkeiten, um die Straße sicher zu überqueren?

Elterntaxis machen Schulweg unsicherer

Damit einhergehend ist das Problem der Elterntaxis. Etwa 145 Schüler wollen morgens um kurz vor 8 Uhr ins Gebäude in der Schulstraße, etwa 40 Elterntaxis bringen die Kinder bis vors Schulgelände. Die zweite Stoßzeit ist mittags zwischen 13 und 14 Uhr, wenn die Kinder wieder abgeholt werden. Für die Kinder, die nicht gefahren oder abgeholt werden, bedeutet das: unübersichtliche Situationen und gestresste Autofahrer, die nicht immer alles im Blick haben. „Kinder sind da nicht anders als Erwachsene: Wenn es einen kürzeren Weg gibt, werden sie ihn nehmen“, erklärt Viktoria Wesslowski, die für die Kiel-Region den Fußverkehrs-Check organisiert hat. Hilke Ruge vom regionalen Mobilitätsmanagement der Kiel-Region hat die Projektleitung inne. Sie freut sich über die vielen Ideen der Anwohner und Ortskundigen: „Laboe zeichnet eine hohe Bürgerbeteiligung aus.“

Eine angedachte Lösung ist eine Art Elternparkplatz, wo die Kinder sicher abgesetzt werden können. Jens Hamann, Leiter der Polizeistation Heikendorf, die auch für Laboe zuständig ist, geht die Idee eigentlich zu weit: „Mir wird hier zu viel über Elternparkplätze gesprochen.“ Eher sollte man die Kinder animieren, selbstständiger zu werden und selbst den Schulweg zu meistern. Mit einer richtigen Verkehrserziehung sei das kein Problem. Sven-Marius Flügger, Leiter der Abteilung Verkehrsangelegenheiten für den Kreis Plön, sieht das ähnlich. „Elterntaxis sind gesetzlich nicht vorgesehen, und es gibt keinen Anspruch in der Straßenverkehrsordnung darauf.“ Er plädiert ebenfalls dafür, den Kindern richtiges Verhalten im Straßenverkehr beizubringen.

Schüler müssen Umwege machen

Auch die Elternvertreterin Bettina Scharpenberg sieht das so. „Alles wird für Autos geplant, die Fußgänger müssen sich danach richten“, kritisiert sie. Seit sieben Jahren wohnt sie in der Nähe der Grundschule und hat schon viele gefährliche Situationen gesehen, die in Kiel so nicht passiert wären.

Mit einem eindeutigen Ergebnis endet der Fußverkehrs-Check nicht. Die Einwände und Kommentare werden von Viktoria Wesslowski gesammelt und bei einem Workshop Anfang Februar noch weiter konkretisiert.

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