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Plön Erschließung läuft über den Handelsweg
Lokales Plön Erschließung läuft über den Handelsweg
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16:54 20.06.2019
Von Silke Rönnau
In der Gewerbestraße im Gewerbegebiet Preetz wird es eng, wenn die Mitarbeiter der Preetzer Werkstätten Feierabend haben und von zahlreichen Bussen abgeholt werden. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Der Beschluss sollte eigentlich schon im März fallen, im Herbst sollten die Bagger anrollen. Doch die Anwohner aus dem Wohngebiet Wakendorf protestierten gegen die geplante Erschließung über den Handwerkerweg, weil damit die Straße im Gegensatz zur Variante über den Handelsweg um 200 Meter näher an die Siedlung heranrückt. Sie befürchteten eine Zunahme der Lärmbelastung. Die Lebenshilfe hatte dagegen die Handelsweg-Lösung abgelehnt, weil der zusätzliche Verkehr dann an den Preetzer Werkstätten vorbei muss und sie eine Gefährdung ihrer behinderten Mitarbeiter sah.

Planung seit fünf Jahren

Eine Abstimmung wurde damals vertagt, es folgten neue Bürgerbeteiligungen und Ortsbegehungen. „Wir sollten jetzt zu einem Beschluss kommen“, mahnte Ausschussvorsitzender Wolfgang Schneider (SPD). Schließlich laufe die Planung bereits seit fünf Jahren. So gab es auch aus den Reihen der Ausschussmitglieder Kritik daran, dass die Anwohner sich erst in letzter Sekunde zu Wort gemeldet hatten.

Die Argumente seien dann aber so überzeugend gewesen, dass die FWG sich bereits im April für die Verkehrsanbindung über den Handelsweg entschieden habe, erklärte deren Fraktionsvorsitzender Wolf Bendfeldt. So lange es keine direkte Anbindung an die B 76 gebe, sei dies die beste Lösung – dafür stimmten auch FDP und SPD mit ähnlich lautenden Anträgen sowie die CDU.

Ampel für die Fußgänger

Dabei soll Fußgängern eine sichere Überquerung der Gewerbestraße im Bereich der Lebenshilfe mit einer Ampel ermöglicht werden.

Außerdem werden die Verwaltung und der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau gebeten, Verbesserungen der Verkehrssituation auf Industrie- und Gewerbestraße vor allem im Hinblick auf den parkenden Verkehr sowie Geh- und Radwege zu prüfen. Zusätzlich soll eine Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer über den Schoolredder und Handwerkerweg zur Gewerbestraße geschaffen werden, die auch als Rettungsweg genutzt werden kann.

Stephan Gregor (BGP) hatte bei der Anbindung über den Handelsweg „arge Bauchschmerzen“ wegen der Lebenshilfe, konnte aber allen anderen Punkten zustimmen. Seine Anregung, vom Handwerkerweg zurück über den Handelsweg eine Einbahnstraße zu bauen, wurde nicht angenommen.

Grüne forderten Sackgasse

Nur die Grünen wollten sich der Mehrheit nicht anschließen. Henning von Schöning regte eine Erschließung über den Handwerkerweg an, aber nur in einer kurzen Variante als Sackgasse mit Wendehammer mit einem wesentlich kleineren Gewerbegebiet. „Ich weiß nicht, wie es funktionieren soll, wenn die Busse der Lebenshilfe und die Fahrzeuge der Betriebe gleichzeitig fahren“, sagte er. Die östliche Anbindung mit dem Handelsweg komme deshalb nicht in Frage.

Burkhard Hennig (Grüne) ging sogar noch weiter: Er schlug vor, noch mal mit der Gemeinde Lehmkuhlen ins Gespräch zu kommen, ob man gemeinsam hinter Frank Druck ein interkommunales Gewerbegebiet entwickeln will oder die Gemeinde einem Flächentausch zustimmen würde. Er könne sich die jetzt für die Gewerbegebiets-Erweiterung vorgesehene Fläche auch gut für Wohnbebauung vorstellen .„Das bedeutet aber eine komplett neue Planung“, entgegnete Bürgermeister Björn Demmin  entgeistert. Beide Anträge wurden mit zwei zu sieben Stimmen abgelehnt.

Direkter Anschluss an B76 bleibt das Ziel

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung der Grünen wurde von den anderen Fraktionen der Beschluss gefasst, dass die Verwaltung und die im Landtag vertretenen Parteien noch einmal mit Hochdruck versuchen sollen, doch noch eine direkte Anbindung an die B76-Umgehungsstraße zu erreichen.

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