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Plön Erweiterung könnte im Herbst starten
Lokales Plön Erweiterung könnte im Herbst starten
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18:00 03.02.2019
Von Silke Rönnau
Von der Gewerbestraße (Bildmitte) gehen der Handwerker- und Handelsweg ab, über die die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen oben (und nicht sichtbar links) für weitere Gewerbegrundstücke erschlossen werden sollen. Quelle: Ulf Dahl
Preetz

Vor fünf Jahren war die Idee eines Interkommunalen Gewerbegebiets erstmals aufgetaucht. „Die Hürden waren höher als zunächst angenommen“, erklärt Demmin, der einen großen Bedarf für die Erweiterung sieht: „Es gibt viele Anfragen.“ Darunter seien auch innerstädtische Betriebe, die am jetzigen Standort nicht mehr wachsen könnten.

Vor mehr als drei Jahren war das letzte freie Grundstück im bestehenden Gewerbegebiet verkauft worden. Mit der jüngst beschlossenen Änderung des Flächennutzungsplans sei man „einen großen Schritt“ weiter mit dem Verfahren, so der Bürgermeister. Der Entwurfsbeschluss für den Bebauungsplan soll im März im Ausschuss beraten und nach der Auslegung beschlossen werden. Dann könnten, wenn alles gut läuft, die Arbeiten noch 2019 beginnen.

Eine Grafik von der Erweiterung des Gewerbegebiets Wakendorf in Preetz.

Die Entstehung

Anfang Mai 2014 gab der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer eine verstärkte interkommunale Regionalplanung als Ziel aus. Im Rahmen eines Planungsdialogs mit der Stadt Kiel und der Wirtschaftsförderungsagentur des Kreises Plön schälten sich drei Standorte heraus: Melsdorf für großflächiges Gewerbe, der Wissenschaftspark Kiel für wissenschaftlich orientierte Firmen und Preetz mit gut 32 Hektar für etwas kleinflächigeres Gewerbe. Der im Juni 2015 vorgelegte Rahmenplan stieß auf breite Zustimmung: Vorgesehen waren viele Grünflächen und ein direkter Anschluss an die B 76. Aber auch die Variante einer Erweiterung in kleinen Schritten mit einer Anbindung über den Handelsweg wurde vorgestellt.

Bei der Erweiterung des Gewerbegebiets Wakendorf (hier am THW-Gelände) wurde im Rahmenplan festgelegt, dass Grünflächen und Knicks erhalten bleiben sollen.

Die Erschließung

Als Knackpunkt erwies sich die Anbindung des geplanten neuen Gewerbegebiets an die B76. Eine direkte Zufahrt von der Umgehungsstraße auf die neue Fläche wurde vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ebenso abgelehnt wie ein neuer Knoten mit Brückenbauwerk. Verworfen wurde auch eine Ausfahrt am Abzweiger Wakendorf mit einer Strecke parallel zur B76. Die Alternative, das Gewerbegebiet über den Rethwischer Weg zu erschließen, sorgte für Proteste der Anlieger, die zunehmenden Verkehr und damit Lärmbelästigungen befürchteten.

Im Dezember 2016 wurde der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. In einem ersten Bauabschnitt sollen nur der nördliche Teil (16 Hektar) überplant und davon acht Hektar bebaut werden. Die Lebenshilfe protestierte gegen die Erschließung über den Handelsweg, weil sie zu viel Verkehr vor den Werkstätten befürchtete. Im März 2017 wurde festgelegt, dass die neuen Grundstücke vorwiegend über den Handwerkerweg erreichbar sein sollen.

Die Entwässerung

Wohin mit dem Regenwasser? Das ist eine der entscheidenden Fragen im Hinblick auf den Lehm- und Mergelboden, um auch bei größeren Regenmengen abgesichert zu sein. Beschlossen wurde, dass die neuen Gebäude Gründächer erhalten sollen und das Regenrückhaltebecken von ursprünglich geplanten 2800 auf 5200 Quadratmeter vergrößert wird. Insgesamt werden laut Stadtverwaltung dafür rund 8000 Quadratmeter Fläche inklusive Böschung und Einzäunung benötigt.

Die Eigentumsverhältnisse

„Die größte Herausforderung sind die Eigentumsverhältnisse“, erklärt Demmin. Die Verwaltung sei in Gesprächen mit den Besitzern der Flächen, die vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Doch er zeigte sich optimistisch, dass man zu einem guten Ergebnis kommen könnte. Für den Grundstücksankauf steht im Haushalt 2019 eine Million Euro bereit.

Zwei neue Fahrzeuge erhält die Freiwillige Feuerwehr in diesem Jahr. Damit ist die Investitionsliste abgearbeitet, erklärte Bürgermeister Björn Demmin in der Jahreshauptversammlung. Die offizielle Übergabe der Fahrzeuge soll am 10. August mit einem großen Blaulichtfest gefeiert werden.

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