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Plön Glasfaser-Vertrag ist unterschrieben
Lokales Plön Glasfaser-Vertrag ist unterschrieben
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18:15 08.06.2016
Von Silke Rönnau
Gerda Johanna Meppelink (Vorstandsmitglied der Firma Deutsche Glasfaser), und Björn Demmin (Preetzer Bürgermeister/Mitte), unterschrieben unter den Augen von Wolf Bendfeldt, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, den Vertrag für den Breitbandausbau. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Die Vorgeschichte ist lang. Nach einer Markterkundung und Ausschreibung wollte Preetz zunächst mit der Telekom weiterarbeiten. Das Glasfasernetz sollte bis zu den Kabelverzweigern ausgebaut und anschließend die Kupferleitungen ins Haus genutzt werden. Versprochen wurden mindestens 30 Mbit/s für 95 Prozent der Anschlüsse.

 Dann kam die Deutsche Glasfaser mit ihrem Angebot, Glasfaserkabel bis zu den einzelnen Wohneinheiten zu verlegen. Alle Anlieger sollen danach eine Leistungsbandbreite von mindestens 100 Mbit/s im Down- und Upload gleichzeitig haben. Bürgermeister Björn Demmin bezeichnete das als „Geschenk“ für die Stadt: „Es entstehen uns keine Kosten.“

 Die Stadt habe die Verträge juristisch prüfen lassen und einige Bedingungen einarbeiten lassen. Er sei erfreut, dass der gordische Knoten bei den Vertragsverhandlungen nun durchschlagen werden konnte. Damit seien die Weichen für den Glasfaser-Ausbau gestellt. „Das ist eine große Chance für Preetz“, betonte er. Denn mit Glasfaser würden auch die künftigen Anforderungen an die Breitband-Infrastruktur berücksichtigt. „Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor – nicht nur für Unternehmen, sondern zunehmend auch für Privathaushalte.“

 Wichtige Voraussetzung für den Ausbau ist jedoch, dass mindestens 40 Prozent der insgesamt rund 5600 Haushalte in der Schusterstadt einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser unterschreiben. Die Firma will schnellstmöglich mit der Werbung starten, erklärte Unternehmenssprecherin Gerda Johanna Meppelink. „Wir wollen den Bau noch in diesem Jahr realisieren.“ In der Stadt soll ein Büro als Anlaufstelle eröffnet werden, dazu kommen mehrere Informationsveranstaltungen zu Technik, Preisen und Möglichkeiten. Die erste steht bereits am Montag, 20. Juni, ab 19 Uhr in der Mensa der Schulen am Hufenweg auf dem Programm. Dann will sich das Unternehmen erst einmal vorstellen.

 „Mit dem Glasfasernetz erhält Preetz keine Breitband-Übergangslösung, sondern gleich das Luxusmodell“, warb Meppelink. Wenn die Werbe-Phase erfolgreich abgeschlossen sei, würde sofort die Investitionssumme von 7,5 Millionen Euro bereitgestellt. Das Stadtgebiet wurde in fünf Bereiche (Süd, Nord, Ost, Mitte und Gewerbegebiet) aufgeteilt, die nach und nach erschlossen werden. „Wir machen morgens den Gehweg auf und abends ist er wieder geschlossen“, so Meppelink.

Die Diskussion um eine mögliche Bebauung der Postseefeldmark in Preetz geht weiter. Am Dienstag überreichten Mitglieder der Bürgerinitiative, die sich gegen das Projekt wendet, knapp 1600 gesammelte Unterschriften.

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