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Plön Graffiti am Pasterstieg
Lokales Plön Graffiti am Pasterstieg
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10:00 24.05.2019
Von Frida Kammerer
Die Bahnunterführung am Pasterstieg wurde mit Graffitis verschandelt. Vor allem die Zahl 187 wiederholt sich in den Motiven. Quelle: Frida Kammerer
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Plön

Am Pasterstieg, in der Nähe der Bar „Seeprinz“, hat sich ein Sprayer zu schaffen gemacht. An den Wänden der Bahnüberführung, auf einem Picknick-Tisch und an einem Baum prangt die Zahlenkombination „187“, sowie verschiedene weitere Schmierereien.

Verdächtiger auf frischer Tat ertappt

Der 28-jährige Verdächtige wurde von einem Zeugen auf frischer Tat ertappt. Dieser habe die Polizei gerufen, die ihn samt Spraydosen einsammeln konnte. „Der festgenommene Verdächtige ist geständig“, sagte Oliver Pohl, Pressesprecher der Polizei. Ob es sich um einen Einzeltäter handle oder eine Gruppe, wird noch ermittelt. Die benutzte Zahlenkombination „187“ (one eight seven, auch „ten code“) wird laut Polizei von den kalifornischen Kollegen als Codierung für Mord benutzt, damit Mithörer des Polizeifunkes nicht sofort wissen, zu welcher Art von Einsatz die Beamten gerade fahren.

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Rätselhafter Code

Damit beziehe sich die Codierung auf Paragraph 187 des kalifornischen Strafgesetzbuches, in dem es um Mord geht. Sprayer würden daher den Code gerne als Morddrohung benutzen.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Verweis auf die Hamburger Hip-Hop-Kombo Straßenbande 187, der ebenfalls zwei Sprayer angehören – die sich mit ihrem Namen allerdings auch auf den Code der Polizei Kalifornien beziehen. „Der Hintergrund des gesprühten Motivs ist uns noch nicht bekannt“, heißt es aus der Pressestelle der Polizei.

Auch Hans-Korth-Mehrzweckhalle besprüht

Neben verschiedenen Stellen am Pasterstieg ist auch die Hans-Korth-Mehrzweckhalle an der Rodomtorschule betroffen. „Für uns sind die Schmierereien besonders ärgerlich“, sagt Frank Neufeind, Pressesprecher der Stadt Plön. Die Kosten für die Entfernung seien noch nicht zu überschauen. Gerade was die Entfernung von Sprühfarbe an Bäumen angeht, gebe es keine Erfahrungswerte. Generell könne man sagen, dass die Verschmutzung von öffentlichem Eigentum durch Graffiti in den letzten Jahren nachgelassen habe. „Wir appellieren weiterhin an die Bürger, dass wenn sie solche Aktionen beobachten, sie die Polizei verständigen“, sagt Neufeind.

Stadt bleibt wohl auf Kosten sitzen

Die Stadt Plön hat zwar Strafanzeige gestellt, aber dass die Stadt die Reinigungskosten von dem vermeintlichen Täter erstattet bekommt, ist unwahrscheinlich. „Es ist ein Schaden an der Allgemeinheit, aber es ist schwierig, die Täter finanziell zur Rechenschaft zu ziehen“, ergänzt Neufeind.

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