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Plön Weinberg besteht seit zehn Jahren
Lokales Plön Weinberg besteht seit zehn Jahren
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19:55 19.05.2019
Von Dirk Schneider
Famila-Chef Hermann Langness (von links), Landrätin Stephanie Ladwig, Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Winzer Steffen James Montigny sowie die Betreiber des ErlebnisReich Grebiner Mühle Tina Benz und Hans-Jürg Buss feiern zehn Jahre erfolgreichen Weinbau im Kreis Plön. Quelle: Dirk Schneider
Grebi

Mit einer textlich etwas veränderten Version des bekannten Udo-Jürgens-Schlagers eröffnete Tina Benz in ihrer Rolle als singende Müllerin das Grebiner Mühlenfest. Anlässlich des Geburtstags zählten auch der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und der Famila-Chef Hermann Langness zu den Ehrengästen, die das Projekt des professionellen Weinbaus in Schleswig-Holstein mit initiiert und gefördert hatten. In seiner launigen Ansprache erinnerte Carstensen an eine Jahrtausende währende Geschichte des Weinhandels und -trinkens. So sei der Lübecker Rotspon seit der Hanse in aller Munde, und auch die Wikinger hätten schon vom Vinland im Norden berichtet. Da sei es nur folgerichtig gewesen, die Gelegenheit zu ergreifen, an diese verlorengegangene Tradition anzuknüpfen. Die Möglichkeit bot sich, als in Rheinland-Pfalz durch einen Flächenabbau eine kleine Quote frei wurde, die man sich damals gesichert habe. Aber allein das Recht, etwas Neues zu machen, reiche nicht aus. „Wir hatten damals die richtigen Leute beisammen, die an die Idee geglaubt und etwas Großartiges daraus gemacht haben“, stellte Carstensen mit dem Blick ins Glas, auf die Mühle und in die fröhliche Runde fest.

Aktuelle wirtschaftspolitische Bezüge

Pastor Ulrich Gradert, selbst „Müllersohn von beiden Seiten“, nutzte den Gottesdienst, um in seiner Predigt über das Gleichnis vom Weinberg auch aktuelle wirtschaftspolitische Bezüge herzustellen. „Wi leevt hüüt op een vun de schönsten Placken in de ganze Welt, dat is een grote Segen, een lüttes Stück vun Paradies“, mahnte er, auch abzugeben und gönnen zu können. 

Landrätin Stephanie Ladwig nahm Carstensens Grußwort und Graderts Predigt, die beide op Platt gesprochen wurden, als Bezug, um die konstruktive Partnerschaft aller Beteiligten hervorzuheben. So habe der Winzer Steffen James Montigny eine großartige Pionierarbeit geleistet, deren gute Qualität mittlerweile von der Fachwelt anerkannt werde. Das Endprodukt Wein stehe mit seiner hohen Symbolik einerseits für viel Mühe und Anstrengung, andererseits aber auch für Genuss und Lebensfreude. „Beides gilt es in Einklang zu bringen“, so Ladwig. Genau dies sei im Bereich der Grebiner Mühle auf dem Weinberg gelungen. An diesem „touristischen Leuchtturm“ träfen sich „Naturliebhaber, Weinkenner und Erholungssuchende“. „Das Einzige, was fehlt, ist die Weinkönigin oder vielleicht noch besser ein Weinkönig“, mahnte Ladwig an. 

Eine Einheit in Grebin: der Weinberg und die Mühle

Winzer Steffen James Montigny nahm diese Idee schmunzelnd auf und regte an, Peter Harry Carstensen diese Krone aufzusetzen, zumal dieser als ehemaliger Ministerpräsident und Bierbotschafter des Brauereiverbandes bereits über entsprechende Erfahrungen verfüge. Zugleich dankte er Langness, der das Ziel des Weinbaus in Schleswig-Holstein seit Jahrzehnten hartnäckig und zielstrebig verfolgt habe, sowie Tina Benz und Hans-Jürg Buss, die die Grebiner Mühle aus dem Dornröschenschlaf geweckt hätten und das Areal zu einem echten Erlebnisreich weiterentwickeln. „Der Weinberg und die Mühle sind eine Einheit geworden.“

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