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Plön „Große Chance für Schwentinental“
Lokales Plön „Große Chance für Schwentinental“
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16:14 12.06.2009
Schwentinental

Klausdorfs TSV-Chef Müller räumte ein, nicht mit allzu hohen Erwartungen in die Sitzung gegangen zu sein. Nun ist er aber wie auch der Vereinskollege Ackermann wieder zuversichtlicher, dass der Bau einer neuen Sporthalle eine Mehrheit unter Schwentinentals Stadtvertretern finden kann. Mit Nachdruck hatte Müller am Donnerstagabend vor den Mitgliedern des Sozial- und Sportausschusses betont, dass es aus seiner Sicht nicht um den Erhalt des Sportbetriebs in seiner jetzigen Form ginge. Viel wichtiger sei die Weiterentwicklung des Sports, um mit neuen Angeboten weitere Zielgruppen zu gewinnen, insbesondere aus der älteren Generation und aus dem Kinder- und Jugendbereich. Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Norbert Scholtis war das Statement von Müller der „entscheidende Hinweis, auf welcher Basis weitere Untersuchungen für eine später endgültige Entscheidung unternommen werden sollten.“ Und auch SPD-Sprecher Volker Sindt sieht in einer „perspektivischen Neuausrichtung“ eine große Chance für die Stadt Schwentinental.

Wie sie aussehen könnte, die neue Sporthalle mit multifunktionaler Nutzung als von allen Beteiligten favorisierte Variante, das hatte Professor Robin Kähler vom Sportinstitut der Uni in Kiel zuvor noch einmal skizziert. Gemeinsam mit dem Büro „die raumplaner“ hatte Kähler die Machbarkeitsstudie erstellt. Kernstück der nur in öffentlich-privater Trägerschaft zu realisierenden Planung ist eine Drei-Feld-Halle mit wettkampfgerechten Ausmaßen für sämtliche Ballsportarten. Konzipiert als „gesundheitsorientiertes Sportzentrum“ sind die für die Privatwirtschaft wichtigen Bausteine wie Fitnessbereich sowie Ärzte- und Physiotherapiepraxen berücksichtigt. Als möglicher Standort hatte sich in vorangegangenen Workshops die Fläche „Lustiger Bruder“ an der alten B76, an der Nahtstelle zwischen den Ortsteilen Raisdorf und Klausdorf, herauskristallisiert. Kähler - der erklärte: „Die Schwentinehallen von Klausdorf sind aus Sicht eines Sportfachmannes keine Sporthallen“ - betonte ganz offen, dass er eine reine Dreifelder-Sporthalle nicht bauen würde. Entscheidend für die Verwirklichung des Millionenprojektes sei es deshalb, private Investoren für das multifunktionale Sportzentrum zu gewinnen. Genau darin sieht Gerd Dieckmann (SWG) aber ein Problem, da mit dem Einstieg von Investoren der Einfluss der Sportvereine schwinden würde.

Als Ergebnis der Sondersitzung bleibt festzuhalten, dass Kähler nun die weiteren notwendigen Erhebungen für einen Ergänzungsauftrag formulieren soll. Bürgermeisterin Susanne Leyk hofft, diese bereits in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 2. Juli vorlegen zu können. Parallel dazu wird in den Fraktionen über die weitere Vorgehensweise in Sachen Sporthallenneubau beraten.

Ähnlich erfreut wie sein Klausdorfer Vereinskollege Müller ist auch Egon Ackermann vom Raisdorfer TSV von der jetzigen Entwicklung. „Die Politik kann sich mit einer neuen Sporthalle anscheinend identifizieren.“ Für Christian Blöhs vom Förderverein „Neue Sporthalle“ wäre eine Multifunktionshalle mit den unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten angesichts des Hallendefizits in Kiel auch eine große Chance für die Stadt Schwentinental.

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