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Plön Jugend forscht an grünen Ungeheuern
Lokales Plön Jugend forscht an grünen Ungeheuern
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14:52 21.01.2019
Von Silke Rönnau
Nelly Schöne und Tiark Paisen haben sich - unterstützt von ihrem Lehrer Oliver Piontkowski - mit dem Riesenbärenklau und dem Japanischen Knöterich beschäftigt. Quelle: Silke Rönnau
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Kirchbarkau

Auf die Idee war Tiark bei einem Ausflug mit seinem Stiefvater gekommen. Beim Geo-Caching kamen sie nicht ans Versteck heran. „Der Riesen-Bärenklau hat uns den Weg versperrt – weil er giftig ist, kamen wir nicht durch“, erzählt er. Als nach einem Jugend-forscht-Projekt gesucht wurde, sei ihm dieser Vorfall wieder eingefallen. Zusammen mit Nelly, die sich besonders für Pflanzen interessiert, machte er sich an die Arbeit. Dabei geht es ihnen um die Bekämpfung von invasiven Arten.

Invasive Arten breiten sich schnell aus

„Invasive Pflanzen können heimische Arten verdrängen, zum Beispiel durch große Blätter, sodass das Licht nicht bis zur Erde kommt“, erklärt Nelly. Sie kämen aus anderen Ländern und breiteten sich hier schnell aus. Anfangs hatten sie noch weitere Pflanzen wie das Indische Springkraut im Blick. „Aber es ist richtig, dass sie gesagt haben, sie konzentrieren sich auf diese beiden“, betont ihr Lehrer Oliver Piontkowski, der die jungen Forscher an der Schule seit Jahren engagiert unterstützt.

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Über 100 Kilometer abgeradelt

Nelly und Tiark setzten sich aufs Fahrrad und radelten über 100 Kilometer auf den Straßen im Barkauer Land ab. Die zurückgelegten Strecken wurden auf einer Karte schwarz eingezeichnet. Wenn sie eine der beiden Pflanzenarten entdeckten, ermittelten sie per GPS-Gerät den genauen Standort und trugen ihn mitsamt Ausdehnung der Fläche in einer Tabelle ein. Auf der Karte wurden die Fundorte mit gelben (Riesen-Bärenklau) oder roten Pins (Japanischer Knöterich) markiert – und anfangs auch noch mit blauen für das Indische Springkraut.

Samen in den Erdproben gezählt

An den Fundorten entnahmen sie Erdproben, siebten sie durch und zählten die Samen. An einer Stelle, wo der Riesen-Bärenklau zuvor bekämpft worden war, entdeckten sie gar keine Samen, an einer Stelle, wo er ungehindert wachsen konnte, waren es hochgerechnet 34 600 Samen pro Quadratmeter. Bei der Bekämpfung sei es wichtig, dass die Blütenstände mit Samen nicht liegen bleiben, betonen sie. Und auf keinen Fall dürfen im Garten ausgegrabene Pflanzen auf den Kompost oder in die freie Natur geworfen werden.

Ende Januar geben Nelly und Tiark ihren Bericht ab. Anfang März steht der Regionalwettbewerb in Elmshorn auf dem Programm, kündigt Piontkowski an. Dann stellt auch ein zweites Team der Schule seine Forschungsergebnisse vor. Thema: „Waschen mit Naturstoffen“.

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