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Plön Historischer Pferdestall wiederaufgebaut
Lokales Plön Historischer Pferdestall wiederaufgebaut
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16:02 13.06.2019
Von Dirk Schneider
Der Verwalter des Guts Rixdorf, Wilken von Behr (rechts), feierte mit den Handwerkern und Förderern den Wiederaufbau des historischen Pferdestalls, der vor sechs Jahren nach einem Blitzeinschlag bis auf die Grundmauern ausgebrannt war. Quelle: Dirk Schneider
Lebrade

Am 21. Juni 2013 schlug der Blitz um fünf Uhr morgens in den historischen Pferdestall auf Gut Rixdorf ein und löste ein Großfeuer aus. Nach sechs Jahren ist das 293 Jahre alte Wirtschaftsgebäude wieder originalgetreu hergestellt. Am Mittwoch wurde der Wiederaufbau der Brandruine abgeschlossen. 

Gutsverwalter Wilken von Behr nutzte eine kleine Feierstunde, um den Handwerkern und den Förderern für die geleistete Arbeit und tatkräftige Unterstützung zu danken. In einen kurzen Rückblick erinnerte er daran, wie das kurze, aber heftige Gewitter aus heiterem Himmel gekommen war. „Den Knall hat wohl das ganze Dorf gehört, spätestens als die Sirene ging, waren alle hellwach.“ Dem beherzten Einsatz von weit über 100 Feuerwehrleuten sei es zu verdanken, dass die Flammen nicht auf die benachbarten Scheunen überschlugen. Angesichts des nur zwei Meter breiten Durchgangs zwischen den Gebäuden war dies schon ein kleines Wunder gewesen. 

Pferdestall und Remise brannten aus

 Bei dem Feuer brannte neben dem Pferdestall der 1723 in einem Guss errichteten Gutsanlage auch eine deutlich später angebaute Remise aus. Beide Brandruinen vor Augen sei er lange Zeit nicht von einem Wiederaufbau überzeugt gewesen, so von Behr. Denn aus wirtschaftlichen Erwägungen sei diese Entscheidung eigentlich nicht tragbar. In intensiven Gesprächen mit Bertold Köster von der Landesdenkmalpflege, der sich naturgemäß und vehement für den Wiederaufbau eingesetzt habe, wuchs die Bereitschaft, das 500.000 Euro teure Projekt anzugehen. Einen entscheidenden Beitrag habe die damalige Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen (SPD) geleistet, indem sie das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes ins Spiel brachte. Die Fördersumme von 200.000 Euro bildete den Grundstock für die Instandsetzung. Weitere größere Zuschüsse kamen von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft und aus Landesmitteln der Denkmalpflege. Hinzu kommen 100.000 Euro des Gutseigentümers Graf von Westphalen sowie eine rege Eigenleistung vieler Mitarbeiter. 

Beim Wiederaufbau hätten dann die beteiligten regionalen Firmen Großes geleistet, betonte von Behr. Neben dem traditionellen Aufbau des Ständerwerks und des Reetdachs zählten dazu auch viele kleine pfiffige Detaillösungen, bei denen alte Teile, die man beispielsweise wie Türbeschläge und -riegel in der Asche zwischen den Grundmauern gefunden habe, neu verwendet wurden. 

Neue Heimat im umgebauten Kuhstall

Eine neue Verwendung suche man jetzt auch für den ehemaligen Pferdestall, dessen Bewohner mittlerweile im umgebauten Kuhstall der Gutsanlage eine neue Heimat gefunden hätten. „Wir würden das Areal und die Halle gerne mit Leben füllen und dort ein oder zwei Handwerksbetriebe ansiedeln“, blickte von Behr in die Zukunft. Denkbar wären beispielsweise Sattler, Gürtler oder Tischler aber auch bildende Künstler oder Kunsthandwerker. Der ehemalige Pferdestall biete auf zwei Ebenen über 550 Quadratmeter Raum, hinzu komme ein großer Vorplatz. Auch schnelles Internet sei dank Glasfaser-Breitbandanschluss bereits vorhanden. „Das Ganze ist ideal für jemanden, der sagt: Ich will meine Ruhe und ich brauche viel Platz“, wirbt von Behr für eine neue Nutzung des alten Hauses.

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