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Plön DLRG-Boote können Sandbank passieren
Lokales Plön DLRG-Boote können Sandbank passieren
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18:05 13.05.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die DLRG Lütjenburg macht den Test. Ulrich Petersohn lotet vorne mit einem Bootshaken die Tiefe vor der Hafenausfahrt Lippe aus. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Behrensdorf/Hohwacht

Pinguin“ heißt das Lütjenburger DLRG-Schlauchboot, das Ulrich und Tjark Petersohn nach der Winterpause im Sportboothafen Lippe erstmals zu Wasser ließen. Lippe ist für sie die einzige Möglichkeit in der Nähe, ihr Boot einzusetzen. Die nächsten Häfen wären Wendtorf oder Heiligenhafen und lägen sehr weit entfernt.

Hohenfelde als Einsetzstelle  ist riskant

Im absoluten Notfall ginge noch Hohenfelde. Doch das Einsetzen hier wäre wegen einer steilen Böschung riskant, so Ulrich Petersohn. „Das ist unfallträchtig.“ Deshalb sei Lippe wichtig für die DLRG, deshalb auch die Testfahrt über die Untiefe.

Normalerweise läuft die „Pinguin“ mit einem Tiefgang von einem bis 1,20 Meter. Doch der Skipper kann den Motor (80 PS) mit einer Hydraulik hochtrimmen. Dann benötigt das Boot nur 50 Zentimeter Wasser unter dem Kiel. Das reichte bei der Testfahrt, um vor Lippe in das freie Wasser der Ostsee zu kommen.

DLRG nicht Teil der Alarmierungskette

Die DLRG Lütjenburg kann also ausrücken. Allerdings: Im Ernstfall wird sie von keiner Rettungsleitstelle alarmiert. Tjark Petersohn: „Wir gehören nicht zur Alarmierungskette“. Die DGzRS ist zuständig für die Seenotrettung, auch wenn ihr Schiff, die „Woltera“, wie alle großen Boote wegen der Sandbank in Lippe nicht auslaufen kann. Im Ernstfall rücken die DGzRS-Boote aus Laboe oder Heiligenhafen an. Dabei könnte die „Pinguin“ zumindest auch Menschen aus dem Wasser bergen. Wenn man von Einsätzen auf See höre, rufe man bei der Leitstelle an und frage, ob Unterstützung gewünscht sei,“ so Ulrich Petersohn. Die DLRG sei in solchen Fällen nicht im Rettungsdienstgesetz verankert und müsse auch die Kosten selber tragen.

Dienst am Sehlendorfer Strand

Ihren Dienst versehen die DLRG-Rettungsschwimmer aus Lütjenburg und ihre „Pinguin“ am Sehlendorfer Strand in der Gemeinde Blekendorf. Hier unterstützen sie ihre Kollegen, die aus ganz Deutschland an die Ostsee reisen, um den Badebetrieb zu überwachen. Die Lütjenburger kommen zum Einsatz, wenn die alte Crew gerade abrückt und die neuen Badewächter sich in der Station einrichten. 

Ausbaggern beginnt erst in Wochen

Wie berichtet, will der Eigentümer des Sportboothafens die Fahrrinne in der Sandbank aus Kostengründen nicht ausbaggern lassen. Das Land hatte ihm dafür neue Auflagen gemacht. Im April verkündete das zuständige Landwirtschaftsministerium, die Arbeiten in Auftrag zu geben und auch einmalig dafür zu zahlen. Es werde aber noch Wochen dauern, bis das Baggerschiff anrückt, so ein Sprecher des Ministeriums. Man müsse sich zwischen mehreren Behörden abstimmen.

Strandwache auch in Hohwacht gesichert

Auch die Strandwache zur See in Hohwacht ist gesichert. Das Boot, das die Gemeinde Hohwacht den DLRG-Teams zur Verfügung stellt, liegt ebenfalls im Hafen Lippe. Wie Bürgermeister Karsten Kruse auf Anfrage bestätigt, habe es keine Probleme, die Sandbank vor der Hafeneinfahrt zu passieren.

Die Prinzeninsel und der Bootshafen in Plön bekommen neue Stege: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung hat 55.000 Euro dafür freigegeben, die maroden Anlegestellen auszutauschen. Vor allem die DLRG-Station braucht eine zukunftsfähige Lösung.

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