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Plön Im Mustergarten blüht die Seele auf
Lokales Plön Im Mustergarten blüht die Seele auf
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06:00 30.07.2019
Von Silke Rönnau
Der zweite Teil des Mustergartens am Kreis-Alten- und Pflegeheim Haus am Klostergarten in Preetz wurde eingeweiht. Dazu gehört auch ein Pavillon. Quelle: Silke Rönnau
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Preetz

Bereits im vergangenen Jahr war ein Teil der Gartenanlage für alle Sinne im Rahmen der 50-Jahr-Feier des Kreis-Alten- und Pflegeheims freigegeben worden. Anne Brandt vom Kompetenzzentrum Demenz und der Alzheimer-Gesellschaft Schleswig-Holstein berichtete, dass dank einer 36000-Euro-Spende des Projekts „Hand in Hand“ des NDR der Außenbereich nun weiter umgestaltet werden konnte.

Nicht nur für Menschen mit Demenz

Im Rahmen des Sommerfestes schnitt Edeltraut Baasch als Vorsitzende des Bewohnerbeirats offiziell das rote Band durch. Danach flanierten zahlreiche Bewohner und Besucher über den Rundweg. „Mustergärten machen wir nicht nur für Menschen mit Demenz, sondern auch für alle anderen: Sie schaffen Lebensqualität, eröffnen neue Sinnes-Erfahrungen, bauen Stress ab und sind ein Begegnungsort“, erklärte Anne Brandt.

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Bei der Gestaltung durch Gartentherapeutin und -planerin Brigitte Hölscher seien auch die Wünsche der Bewohner wie beispielsweise die Wassersteine mit eingeflossen. „Jahreszeitlich ist immer was los im Garten“, erläuterte sie.

Pavillon als Begegnungsort

Der Pavillon soll eine Begegnungsstätte auch für Gäste werden, außerdem seien Führungen geplant. „Das Schöne ist, dass nichts von den Bewohnern verlangt wird: Sie können sich die Pflanzen ansehen, Johannis-, Erd- und Himbeeren sowie Kirschen pflücken – und wenn sie wollen, können sie auch selbst Hand anlegen.“

Der Hospizverein spendete weitere 2500 Euro für eine Gedenk-Ecke. Mit weißen Blumen und Steinen kann der Verstorbenen gedacht werden. Außerdem gibt es einen Teegarten mit zahlreichen Kräutern für das heiße Getränk.

Im Strandkorb die Seele baumeln lassen

„Und in einer Strandkorb-Ecke kann man die Seele baumeln lassen“, so Anne Brandt. An verschiedenen Stationen können Geräusche erzeugt und ein Wurfspiel ausprobiert werden, außerdem gibt es einen Tastkasten und einen Klönschnackzaun sowie ein Hasengehege.

2017 hatte die Planung begonnen, erzählte Susanne Sielaff-Untiedt. 2018 fiel der Startschuss für die Umsetzung, in diesem Jahr wurden die letzten vier Beete fertig. Wo früher nur Bodendecker wuchsen, leuchten heute die Blüten zahlreicher Stauden in der Sonne. Das Angebot werde bereits fleißig genutzt: „Von Tag zu Tag kommen mehr Bewohner hinaus in ihren Garten“, freute sie sich.

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