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Plön Heikendorf stellt Weichen für Abriss
Lokales Plön Heikendorf stellt Weichen für Abriss
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18:05 16.07.2019
Von Nadine Schättler
Graffiti an der bröckeligen Fassade des ehemaligen Restaurants "Haus am Meer". Quelle: Nadine Schättler
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Heikendorf

Der Investor möchte in das neue Konzept mit Ferienwohnungen und Gastronomie auch den benachbarten Fähranleger einbeziehen. „Das ist ein deutliches Signal für eine positive touristische Entwicklung in der Altheikendorfer Bucht, dass jetzt tatsächlich etwas passiert“, urteilt Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz (CDU) über die jüngste Entscheidung aus dem Bauausschuss, mit einem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 80 die jahrelange Planung für das Grundstück „Haus am Meer“ endlich abzuschließen. Er rechnet damit, dass die Gemeindevertretung nach der Sommerpause der Empfehlung aus dem Fachausschuss folgen wird. Dann würde der Investor Reinhold Dierkes von der GST-Service GmbH in Pullach Baurecht erhalten und mit dem Abriss der Ruine beginnen können.

Im Frühjahr 2020 soll mit dem Bau in Heikendorf begonnen werden

„Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst starten und spätestens im Frühjahr 2020 mit dem Bau beginnen können“, so Dierkes auf Nachfrage unserer Zeitung. Er plant eine Bauzeit von maximal 18 Monaten ein, um zwei terrassenartige Baukörper für insgesamt 15 Ferienwohnungen errichten zu können.

Die Unterbringung einer Gastronomie in Form eines Bistros auf etwa 60 Quadratmetern in dem zur Hafenstraße ausgerichtetem Gebäude und die ausschließliche Nutzung für Ferienwohnungen (kein dauerhaftes Wohnen) hat die Gemeinde in dem vorhabenbezogenen B-Plan festgesetzt. Damit der Investor und mittlerweile auch Eigentümer des Grundstücks sich davon nicht freimachen kann, wird parallel zum Verfahren ein städtebaulicher Vertrag aufgesetzt.

Alter Dampferanleger soll saniert und begehbar werden

Bürgermeister Tade Peetz hofft, dass der jetzige Schandfleck in prominenter Lage bald verschwindet und keine weitere Zeit verloren geht. „Wir haben viel zu lange über das Projekt geredet“, sagt er. Als Gründe für den zehn Jahre langen Leerstand nennt er privatrechtliche Auseinandersetzungen zwischen dem damaligen Eigentümer und Investoren sowie Kritik aus der Selbstverwaltung. Unter anderem hatte es heftigen Ärger darüber gegeben, dass ein Teil des benachbarten Birken-Wäldchens für den Neubau verloren geht. „Wenn sich bestätigt, dass das Projekt zu einem Abschluss kommt, werden wir eine Neuordnung des Gehölzstreifens vornehmen“, so Peetz. Dafür seien bereits 10.000 Euro im Haushalt veranschlagt worden. Ganz besonders freut sich der Kommunalchef, dass Investor Dierkes den seit Ende der 80er-Jahre stillgelegten benachbarten Dampferanleger in sein Konzept mit einbinden möchte, auch wenn dieser nicht Bestandteil des B-Planes ist. „Wir beabsichtigen tatsächlich, den alten Anleger wieder herzurichten, damit er begehbar ist“, bestätigt Dierkes.

Der Dampfveranleger ist momentan in keinem guten Zustand. Quelle: Nadine Schättler

Außenterrasse des Bistros im Grünen geplant

Die Gastronomie mit etwa 35 bis 40 Sitzplätzen im Innenbereich soll nach dem neuen Konzept um eine Außenterrasse im Grünen erweitert werden. Interessierte Bewerber gebe es nach Auskunft des Investors schon mehrere. Auch für die Verwaltung der 15 Ferienwohnungen, so Dierkes, habe er bereits einen Betreiber an der Hand. Unklar ist bisher nur, ob die für die Gastronomie vorgesehenen Toiletten auch öffentlich zugänglich gemacht werden können.

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