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Plön Ärger um Restaurant im Seniorenzentrum
Lokales Plön Ärger um Restaurant im Seniorenzentrum
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17:52 01.11.2019
Von Nadine Schättler
Im neuen Seniorenzentrum Haus Rehmgarten ist der Besuch des Restaurants im obersten Stockwerk entgegen den Ankündigungen nur den Bewohnern vorbehalten. Quelle: Nadine Schättler
Heikendorf

Im Exposé für das Haus Rehmgarten von November 2017 heißt es in der Beschreibung des Restaurants und der Gesellschaftsräume noch: „Das Angebot richtet sich nicht nur an die Mieter des Seniorenzentrums, sondern auch an das Quartier, die Menschen in Heikendorf und Umgebung.“ Bei der offiziellen Eröffnungsfeier am vergangenen Mittwoch gab die Stiftung Kieler Stadtkloster in einer Pressemitteilung dann bekannt, dass das Restaurant „in erster Linie der Gemeinschaftsverpflegung für die täglichen Mahlzeiten der Bewohner“ diene. Gäste der Bewohner seien willkommen, müssten sich jedoch anmelden, heißt es weiter.

Panoramablick von der Dachterrasse

Für viele Heikendorfer, die den einzigartigen Panoramablick auf die Kieler Förde und das Umland von der Dachterrasse des Restaurants zur Eröffnung genießen konnten, eine Enttäuschung. Auch Heikendorfs Bürgermeister Tade Peetz (CDU) zeigte sich „betrübt“ über die überraschende Nachricht. „Ich war bisher davon ausgegangen, dass das Restaurant auch für Veranstaltungen der Gemeinde oder von Heikendorfern genutzt werden kann. Das wurde uns als Gemeindevertreter immer so kommuniziert.“ Er habe Verständnis dafür, dass die gastronomischen Räume nicht zu den Stoßzeiten geöffnet werden. „Aber ich würde mich freuen, wenn die Stiftung das, was sie im Exposé versprochen hat, möglich macht.“

Restaurant "kein eigener Geschäftsbereich"

Die Stiftung Kieler Stadtkloster ist um eine schnelle Aufklärung bemüht. Als Gründe dafür, dass das Restaurant mit attraktivem Ausblick zum jetzigen Zeitpunkt nicht öffentlich zugänglich gemacht wird, gibt Einrichtungsleiterin Susanne Klemm steuerrechtliche Gründe an. „Wir dürfen nur ältere Menschen versorgen, weil unsere Stiftung gemeinnützig und das Restaurant kein eigener Geschäftsbereich ist.“

Eva El Samadoni vom Stiftungsvorstand verspricht in dieser Sache, eine Lösung zu finden. „Schritt für Schritt wollen wir das Angebot für Gäste öffnen.“ Neben rechtlicher Fragen müssten auch andere Dinge geklärt werden. „Es ist wichtig, dass unsere Bewohner Platz und Raum haben und wir sie nicht verdrängen.“ Man wolle daher das Nutzungsverhalten der Bewohner zunächst beobachten. In anderen Häusern, so El Samadoni, habe man bereits die Erfahrung gemacht, dass Gemeinschaftsbereiche von den Senioren am Abend weniger besucht werden. „Sobald wir sehen, wo Raum für die Öffentlichkeit ist, werden wir weitere Schritte einleiten und vielleicht als Nächstes ein öffentliches Café einrichten.“ Später könnte auch eine Abendkarte hinzukommen.

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