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11:08 19.02.2020
Von Nadine Schättler
Texte und Fotos von Heikendorfer Fischern werden durch kleine Filmsequenzen ergänzt. Quelle: Nadine Schättler
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Heikendorf

Monatelang wurde in dem gerade mal 44 Quadratmeter großen Raum, der ursprünglich als Friseur-Salon diente und seit vier Jahren von dem Träger- und dem Förderverein Fischereigeschichte als „Keimzelle“ für ein größeres Erlebniszentrum genutzt wird, intensiv gewerkelt. Jetzt konnten die Mitglieder beider Vereine mithilfe des Designbüros Marion Jahnke aus der provisorischen Ausstellung für rund 80.000 Euro ein modernes Museum gestalten, das seine Besucher mit Hör- und Fühlstationen, Fotos und Texten sowie Filmen informiert.

„Uns war es besonders wichtig, dass auch Kinder etwas entdecken können“, erklärt Jochen Kewitz, Vorsitzender des Trägervereins Erlebniszentrum Fischerwelt Möltenort. Deswegen gibt es verschiedene Stationen, an denen gespielt oder gepuzzelt werden kann: ein Angelspiel, ein Memory-Spiel, eine Spurensuche an der Ostsee.

Kleiner Raum, umfassende Informationen

Einige der Schätze verbergen sich in Schubläden, die von den Besuchern ausdrücklich geöffnet werden dürfen. „Wir haben mit diesem Projekt versucht, das Optimale aus dem kleinen Raum herauszuholen und umfassende Informationen zu zeigen“, erklärt Kewitz das flexible Prinzip der multimedialen Ausstellung. Teile der Ausstellungsfläche lassen sich sogar mit einem einfachen Handgriff in Sitzbänke umwandeln. Dadurch kann der vordere Teil des Raumes für Vorträge oder Filmvorführungen mit einer begrenzten Besucherzahl genutzt werden. „Wir planen verschiedene Veranstaltungen für kleinere Gruppen“, sagt Jochen Kewitz. Feste Termine gebe es aber noch nicht.

Die moderne Ausstellung, die zu hundert Prozent unter anderem von Land und Kreis sowie von der Bingo Umweltlotterie gefördert wurde, unterteilt sich in zwei größere Bereiche. Der vordere Raum informiert über die Ostsee allgemein, über Speisefische und Nachhaltigkeit inklusive Verbrauchertipps. Im hinteren Bereich der Ausstellung dreht sich alles um die Entwicklung der Fischerei vom Mittelalter bis heute.

Lokale Zeitzeugen haben die Ausstellung mitgestaltet

Die Ankunft der ostpreußischen Fischer im Möltenorter Hafen bildet dabei einen der Schwerpunkte, der von lokalen Zeitzeugen wie Gerhard Draasch, Mitglied des Fördervereins Fischereigeschichte Möltenort und Initiator eines Fischereimuseums in Heikendorf, mitgestaltet wurde. Viele Heikendorfer und ehemalige Fischer haben Fotomaterial oder Exponate wie Reusen, Modellschiffe und Kompasse für die neue Ausstellung zur Verfügung gestellt. „Wir werden die gezeigten Exponate öfters austauschen, damit es immer etwas Neues zu sehen gibt“, so Kewitz.

Darüber hinaus planen die ehrenamtlichen Museumsförderer zukünftig weitere Verbesserungen, die auch nach außen hin sichtbar sein sollen. Zusätzliche Schriftzüge in den Fenstern, ein größeres Logo zum Hafenvorplatz hin. „Die Lage unseres Infopavillons am Hafen ist ideal. Wir haben einen direkten Draht zu den letzten aktiven Fischern in Heikendorf.“ Die Mitglieder beider Vereine hoffen auf Wechselwirkungen und wünschen sich, dass ihr Museum in absehbarer Zeit räumlich noch wachsen kann. Dafür wurde die multimediale Ausstellung bereits so konzipiert, dass sie jederzeit ergänzt werden kann.

Der Fischerei-Infopavillon neben der Tourist-Info (Strandweg 2) am Möltenorter Hafen öffnet ab diesem Wochenende wieder regelmäßig an beiden Tagen, vormittags und nachmittags. Die genauen Zeiten hängen von der Verfügbarkeit der ehrenamtlichen Ausstellungsbetreuer ab. Der Eintritt erfolgt gegen eine Spende. Auf Wunsch werden auch Führungen für Gruppen sowie für Kindergärten und Schulklassen angeboten (Anfrage vor Ort).

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